Der Goldpreis hat im asiatischen Handel am Dienstag wieder an Fahrt aufgenommen und sich von der Unterstützung bei 2.660 US-Dollar nach oben bewegt. Kurz vor den US-Inflationsdaten versuchen Anleger, den nächsten großen Sprung Richtung 2.700 US-Dollar. Heute steht der Produzentenpreisindex (PPI) im Mittelpunkt – ein Indikator, der wegweisend für den Markt sein könnte.
Trump-Zölle und neue Impulse
Während der US-Dollar nach seinem jüngsten Rücksetzer noch in einer Konsolidierungsphase steckt und die Renditen der US-Staatsanleihen schwächeln, nutzt der Goldpreis diese Phase für einen weiteren Anstieg. Gleichzeitig sorgt ein starker Risikoappetit in China für positive Stimmung an den Märkten, was den „sicheren Hafen“ des US-Dollars unter Druck setzt.
Zusätzlich treiben Spekulationen über mögliche Konjunkturhilfen aus China die Nachfrage an. Jan Hatzius, Chefökonom bei Goldman Sachs, erklärte:
"China plant, mit einer Reihe von Stimulus-Maßnahmen auf die drohenden US-Zölle und den anhaltend schwachen Immobilienmarkt zu reagieren."
Kurz vor der Veröffentlichung des PPI-Berichts sichern sich viele Anleger ihre Gewinne, nachdem zuletzt die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung in den USA zurückgeschraubt wurden. Während im Dezember noch zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr erwartet wurden, geht der Markt jetzt nur noch von einer einzigen aus – ausgelöst durch einen starken Arbeitsmarktbericht („Nonfarm Payrolls“) am vergangenen Freitag.
Die heute anstehenden PPI-Daten könnten die Haltung der US-Notenbank Fed weiter untermauern. Die Prognose: ein Anstieg der Jahresinflation des PPI von 3 % im November auf 3,4 % im Dezember. Beim Kern-PPI wird sogar ein Anstieg von 3,4 % auf 3,7 % erwartet.
Sollte der Bericht stärker ausfallen als erwartet, könnte dies den US-Dollar beflügeln und den Goldpreis unter Druck setzen. Ein schwächerer Wert hingegen könnte den Goldpreis über 2.700 US-Dollar treiben, da sich dann Hoffnungen auf einen moderateren CPI-Bericht am Mittwoch verbreiten würden.
Trump 2.0: Zölle und deren Auswirkungen
Der Goldpreis wird außerdem durch Unsicherheiten rund um mögliche neue Zollpläne unter Donald Trump beeinflusst. Laut einem Bloomberg-Bericht erwägt sein Beraterteam eine schrittweise Einführung von Zöllen, die monatlich um 2 % bis 5 % erhöht werden könnten. Solche Maßnahmen könnten die Inflation anheizen – und Gold als bewährten Schutz vor Preissteigerungen noch attraktiver machen.
Technische Analyse: Alles im Zeichen der 2.700 US-Dollar

Technisch betrachtet bleibt der Goldpreis auf einem soliden Weg nach oben. Der Ausbruch aus der symmetrischen Dreiecksformation in der letzten Woche deutet auf weiteres Potenzial hin.
- Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 55 und zeigt nach oben – ein Zeichen dafür, dass die Bullen die Kontrolle behalten.
- Ein Ausbruch über 2.700 US-Dollar könnte den Weg zu den nächsten Hürden bei 2.710 US-Dollar und dem Hoch vom 12. Dezember bei 2.726 US-Dollar freimachen.
Auf der Unterseite gibt es jedoch klare Unterstützungszonen:
- Bei 2.641 US-Dollar verläuft die 50-Tages-SMA, die mit dem ehemaligen Dreiecks-Widerstand übereinstimmt.
- Fällt der Preis darunter, könnte der Bereich um 2.635 US-Dollar (Schnittpunkt von 21-Tages-SMA und 100-Tages-SMA) den nächsten Halt bieten.
- Die letzte „Verteidigungslinie“ für Käufer liegt beim Tief vom 6. Januar bei 2.615 US-Dollar.
Fazit: Goldpreis vor einer spannenden Woche
Die nächsten Tage könnten für den Goldpreis entscheidend sein. Die heutigen Inflationsdaten könnten entweder die Rückeroberung der 2.700 US-Dollar befeuern oder eine erneute Korrektur einleiten. Auch die Diskussion um mögliche neue Zölle unter Trump sorgt für Unruhe und könnte Gold als Absicherung gegen Inflation stärken. Anleger sollten also wachsam bleiben – der Markt reagiert empfindlich auf jede neue Information.
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