EUR/USD Aktueller Preis: 1.1748

  • Die US-Regierung hat am Mittwoch offiziell geschlossen.
  • Der US ADP-Beschäftigungsbericht zeigte einen unerwarteten Verlust von 32.000 Stellen im September.
  • EUR/USD fehlt es an klarer richtungsweisender Stärke, das Risiko tendiert nach oben.

Die Risikoaversion dominiert am Mittwoch die Finanzmärkte, was den US-Dollar (USD) unter Druck hält und die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold anhebt. Die US-Regierung hat um Mitternacht effektiv geschlossen, da Republikaner und Demokraten es nicht geschafft haben, sich auf ein Finanzgesetz zu einigen. Infolgedessen stehen in den USA Entlassungen und Datenverzögerungen bevor, was die Unsicherheit anheizt.

Das Währungspaar EUR/USD erlitt nach der Veröffentlichung makroökonomischer Daten einen kurzfristigen Rückschlag. Einerseits veröffentlichte die Eurozone die vorläufige Schätzung des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HICP) für September, der wie erwartet um annualisierte 2,2 % anstieg. Die Nachricht konnte die Marktteilnehmer jedoch nicht beeindrucken, während die amerikanischen Daten dies taten.

Der US ADP-Beschäftigungsbericht zeigte, dass der private Sektor im September 32.000 Arbeitsplätze verlor, was deutlich schlechter ist als die von den Marktteilnehmern erwarteten 50.000 Stellen. Gleichzeitig wurde der Augustwert auf minus 3.000 gegenüber der vorherigen Schätzung eines Anstiegs um 54.000 Stellen revidiert. Der Greenback fand mit dieser Nachricht kurzfristige Nachfrage, was EUR/USD in Richtung Intraday-Tiefs bei etwa 1.1720 drängte, was sich jedoch schnell änderte.

Als Nächstes steht die Prognose für den ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im September bei 49 an, nach 48,7 im August, jedoch weiterhin im Kontraktionsbereich.

EUR/USD kurzfristige technische Perspektive

Das Währungspaar EUR/USD ist für den Tag gestiegen, wenn auch mit begrenzten Gewinnen. Der Tages-Chart zeigt, dass es seit drei aufeinanderfolgenden Tagen darum kämpft, einen richtungslosen 20 Simple Moving Average (SMA) zu überwinden. Gleichzeitig bleiben die technischen Indikatoren innerhalb neutraler Niveaus und zeigen keine klare richtungsweisende Stärke. Schließlich zeigen der 100 und 200 SMA nach Norden, weit unter dem aktuellen Niveau, und halten das langfristige Risiko nach oben verschoben.

Das kurzfristige Bild zeigt, dass das Paar zwischen bekannten Niveaus schwankt, ohne seinen Weg zu finden. Im 4-Stunden-Chart bleibt EUR/USD unter einem flachen 100 SMA gefangen, während es über einem ebenfalls richtungslosen 200 SMA liegt. Der 20 SMA gewinnt in der Zwischenzeit leicht an Aufwärtsdynamik, jedoch nicht genug, um einen bevorstehenden Anstieg zu suggerieren. In der Zwischenzeit bieten die technischen Indikatoren abwärts gerichtete Tendenzen, halten sich jedoch über ihren Mittellinien, was den letzten bärischen Höchststand widerspiegelt, anstatt einen bevorstehenden Rückgang zu suggerieren. Das Paar erreichte ein Intraday-Hoch von 1.1778, das Niveau, das es zu schlagen gilt, um zusätzliches Kaufinteresse zu fördern.

Unterstützungsniveaus: 1.1710 1.1685 1.1650

Widerstandsniveaus: 1.1780 1.1830 1.1880

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