• EUR/USD konnte die Gewinne über die 1,1400-Marke nicht ausweiten.
  • Der US-Dollar handelte in einer volatilen Stimmung angesichts stabiler Zolllasten.
  • Präsident Trump lockerte einige Zölle auf China, was der Elektronik zugutekommt.

Am Montag konnte der Euro (EUR) seine jüngste Erholung nicht ausweiten und unterlag wechselnden Trends unter den Investoren. Das heißt, EUR/USD geriet unter Druck, nachdem es Tageshöhen um 1,1420 erreicht hatte, und fiel in die Zone um 1,1300, wo es auf einige anständige Widerstände traf.

Die Preisbewegungen des Paares gingen einher mit der unentschlossenen Preisaktion rund um den US-Dollar (USD), der den US-Dollar-Index (DXY) unter bescheidenen Druck unterhalb der 100,00-Marke hielt.

Die tägliche Reaktion im Spotmarkt kam auch mit sinkenden US-Staatsanleihenrenditen und einem Rückgang auf Mehrwochen-Tiefs bei den 10-jährigen Bundesanleihen in Deutschland.

Handelsängste sind noch lange nicht vorbei

Präsident Trump schürte frische Ängste vor einem globalen Handelskrieg, indem er ab dem 5. April einen allgemeinen Zoll von 10 % auf alle US-Handelspartner einführte, zusammen mit zusätzlichen Zöllen von 10 % bis 50 % auf bestimmte Länder und Regionen.

Während die Europäische Union (EU) mit einem Satz von 20 % getroffen wurde, bestätigte das Weiße Haus später in der letzten Woche, dass China Zöllen von bis zu 145 % ausgesetzt sein wird.

Trump kündigte jedoch eine vorübergehende 90-tägige Pause bei neuen Zöllen für Länder an, die nicht retaliieren, obwohl die Präsidentin der EU, Ursula von der Leyen, warnte, dass Brüssel bereit sei, gegebenenfalls zu reagieren.

Am Sonntag sagte Trump, dass Smartphones und Computer von den neu angekündigten Zöllen auf China ausgeschlossen werden, was eine gewisse Erleichterung für den Risikokomplex bietet.

Zentralbanken im Fokus

Die Federal Reserve (Fed) ließ die Zinssätze unverändert, da sie Bedenken äußerte, dass höhere Zölle die Inflation anheizen könnten, während das Wirtschaftswachstum Anzeichen einer Verlangsamung zeigt. In späteren Kommentaren bekräftigte Fed-Vorsitzender Jerome Powell seine vorsichtige Haltung, bevor er den Lockerungszyklus der Bank wieder aufnahm. Nach den schwächeren als erwarteten US-Inflationsdaten am Donnerstag begannen die Händler, einen vollständigen Zinssatz von einem Prozentpunkt der Fed-Lockerung bis zum Jahresende einzupreisen.

In Europa senkte die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins um 25 Basispunkte und äußerte ihre Bereitschaft, zu reagieren, falls sich die wirtschaftlichen Bedingungen weiter verschlechtern. Während die Entscheidungsträger ein moderates Wachstum in der nahen Zukunft und leichten Inflationsdruck bis 2026 vorhersagen, warnte Präsidentin Christine Lagarde, dass ein sich vertiefender Handelskonflikt mit den USA 0,5 % des BIP der Eurozone kosten könnte. Einige EZB-Beamte haben angedeutet, dass weitere politische Veränderungen in Betracht gezogen werden, falls die Spannungen eskalieren.

Verschiebung der Marktstimmung

Die spekulativen Netto-Long-Positionen im Euro (EUR) stiegen auf Zwei-Wochen-Hochs nahe 60K Kontrakten, während Hedgefonds und andere kommerzielle Teilnehmer ihre Netto-Short-Positionen auf etwa 90,5K Kontrakte erhöhten, die ebenfalls Zwei-Wochen-Spitzen erreichten. Das Open Interest stieg gleichzeitig auf Mehrwochen-Hochs von fast 700K Kontrakten.

Technische Übersicht

Die Aufwärtsziele deuten darauf hin, dass das erste Hindernis bei dem Hoch von 1,1473 (11. April) liegt. Ein entscheidender Durchbruch über dieses Niveau könnte die Tür zum Höchststand von 1,1498 (19. Februar) öffnen, kurz vor der runden Marke von 1,1500.

Auf der Abwärtsseite schwebt die wichtige Unterstützung am 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,0746, gefolgt vom wöchentlichen Tief von 1,0732 (27. März) und dem vorübergehenden 55-Tage-SMA bei 1,0680.

Was die Momentum-Indikatoren betrifft, so schwebt der RSI bei etwa 74, was immer noch im überkauften Bereich liegt, während der ADX über 41 auf einen moderat starken Trend hinweist, der die laufende bullische Tendenz unterstützen könnte.

EUR/USD Tageschart

Fazit

Mit dem US-Dollar, der an Boden verliert, hat der Euro neue Stärke gefunden – selbst wenn die globalen Handelskonflikte zunehmen. Die Zentralbanken auf beiden Seiten des Atlantiks navigieren durch unbekannte Gewässer, während die Entscheidungsträger die Inflation, Wachstumszeichen und neue Zollankündigungen genau beobachten. Während EUR/USD in der nahen Zukunft voraussichtlich seinen Aufwärtstrend beibehalten wird, könnten sich die sich ändernde Risikostimmung und die laufenden Handelsentwicklungen als volatil erweisen.

 

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