- EUR/USD fiel auf Mehrwochentiefs nahe 1,1070.
- Der US-Dollar gewann an Stärke aufgrund vielversprechender US-China-Handelsgespräche.
- Investoren werden nun die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten genau verfolgen.
Der Euro (EUR) setzte seinen monatlichen Rückgang am Montag fort, während EUR/USD in Richtung der 1,1070-Region fiel, da der US-Dollar (USD) frisches und intensives Momentum sammelte. Die Bewegung folgte einem erneuten Optimismus in Bezug auf die US-China-Handelsbeziehungen, alles als Reaktion auf den konstruktiven Ton des Treffens zwischen US- und chinesischen Beamten am Wochenende.
Der US-Dollar-Index (DXY) stieg auf Fünf-Wochen-Hochs nahe der 102,00-Hürde, wobei die breit angelegten Gewinne einen erhöhten Optimismus an der Handelsfront sowie eine Neubewertung der Fed-Politik-Erwartungen widerspiegeln.
Vorsichtiger Optimismus an der Handelsfront
Die Anlegerstimmung verbesserte sich deutlich nach den vielversprechenden Gesprächen zwischen US- und chinesischen Beamten am Wochenende. Tatsächlich werden im Rahmen des Abkommens die reziproken Zölle zwischen den Vereinigten Staaten und China von über 100% auf nur 10% gesenkt, was eine erhebliche Deeskalation der Handels Spannungen darstellt. Die Trump-Administration wird jedoch einen Zoll von 20% auf fentanylbezogene Importe aus China beibehalten, wodurch die gesamte Zollbelastung der USA während der 90-tägigen Pause bei 30% bleibt.
Der optimistische Ton ergänzte die Ankündigung eines Handelsabkommens zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich in der letzten Woche sowie die bullischen Bemerkungen von Präsident Trump, der seine Bereitschaft für weitere Vereinbarungen signalisierte.
Geldpolitische Wege divergieren stark
Die divergierenden Positionen der Zentralbanken prägen ebenfalls die EUR/USD-Erzählung. Die Fed entschied sich diese Woche, die Zinsen stabil zu halten, während sie einen hawkischen Ton beibehielt, im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank (EZB), die ihren Leitzins im letzten Monat um 25 Basispunkte auf 2,25% senkte.
Die Märkte preisen nun die Möglichkeit einer weiteren Zinssenkung der EZB bereits im Juni ein, was die geldpolitische Divergenz vertieft und Zweifel an der Fähigkeit des Euros aufwirft, die jüngsten Gewinne zu halten, wenn die Fed auf einem strafferen Kurs bleibt.
Spekulative Unterstützung für den Euro bleibt bestehen
Das spekulative Interesse am Euro bleibt stark. CFTC-Daten vom 6. Mai zeigten, dass die Netto-Long-Positionen nahezu unverändert bei rund 75,7K Kontrakten blieben und sich um Mehrmonatshochs bewegten. Das Open Interest stieg erneut und näherte sich den 738K, Niveaus, die zuletzt im September 2024 gesehen wurden.
Dennoch blieben die kommerziellen Hedger netto short, was auf eine anhaltende Unternehmensvorsicht in einem unsicheren Umfeld hinweist.

Technisches Bild: Starker Widerstand voraus
EUR/USD bleibt unter seinem 2025er Hoch von 1,1572 (21. April) begrenzt, wobei die 1,1600-Marke und das Hoch von Oktober 2021 bei 1,1692 als wichtige Widerstandsbereiche fungieren.
Erste Widerstände ergeben sich beim Mai-Tief von 1,1067 (12. Mai), gefolgt vom vorläufigen 55-Tage-SMA bei 1,1015 und dem 200-Tage-SMA bei 1,0793.
Momentum-Indikatoren deuten auf eine mögliche kurzfristige Konsolidierung hin. Der Relative Strength Index (RSI) ist auf die 40-Zone gefallen, während der Average Directional Index (ADX) bei 39 auf einen anhaltenden Trend hinweist, wenn auch mit nachlassender Stärke.
EUR/USD Tageschart

Ausblick: Volatilität wird voraussichtlich anhalten
EUR/USD wird in entgegengesetzte Richtungen gezogen. Die Widerstandsfähigkeit des Euros wird durch spekulatives Interesse und politische Entwicklungen gestützt, aber die wachsende Divergenz in der Geldpolitik – und sich ändernde Handelsdynamiken – könnten das Paar in naher Zukunft von Schlagzeilen getrieben und volatil halten.
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