- Ein israelischer Angriff auf den Iran könnte die Märkte vor den US-Wahlen in Aufruhr versetzen.
- Die Bank of Canada wird voraussichtlich die Zinsen senken, was sich auf die Erwartungen der Fed auswirken wird.
- Die US-Arbeitslosenzahlen bleiben ein Indikator für die Gesamtwirtschaft.
Gold hat neue Höchststände erreicht, aber wohin bewegt sich der Markt zwei Wochen vor den US-Wahlen? Das Warten auf die Nonfarm Payroll Daten für Oktober, die nächste Entscheidung der Federal Reserve (Fed) und die Wahl machen die Anleger nervös.
Hier eine Vorschau auf die wichtigsten Ereignisse dieser Woche.
1) Israelischer Vergeltungsschlag gegen Iran scheint nach Angriff auf Netanjahus Haus unmittelbar bevorzustehen
Rund drei Wochen sind vergangen, seit der Iran Israel mit einem Raketenhagel angegriffen hat. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hatte kaum Zeit, die Tötung des Hamas-Führers Yahya Sinwar zu feiern, als sein Privathaus von einer Drohne aus dem Libanon angegriffen wurde.
Bei der Vielzahl von Angriffen und Gegenangriffen kann man schon mal den Überblick verlieren - aber eines ist klar: Ein Angriff auf den Iran könnte die weltweite Ölversorgung gefährden. Israel muss die Überlegungen der USA berücksichtigen, insbesondere im Vorfeld der Wahlen. Die Märkte scheinen optimistisch zu sein, dass jeder Schritt durch amerikanische Restriktionen begrenzt wird, aber Feindseligkeiten haben ihre eigene Dynamik.
Die Schlagzeilen aus dem Nahen Osten werden die Märkte weiterhin erschüttern. Ein begrenzter Angriff würde wahrscheinlich eine Kursreaktion nach dem Motto „Gerüchte kaufen, Fakten verkaufen“ auslösen, die sich auf Öl, Gold und den US-Dollar auswirken würde. Ein anhaltendes Feuer würde all diese Vermögenswerte stützen.
2) BoC wird Zinssenkungen beschleunigen, Kommentare zu den USA werden erwartet
Mittwoch, Entscheidung um 13:45 GMT, Pressekonferenz um 14:30 GMT. Trotz des robusten Wirtschaftswachstums in den USA leidet die kanadische Wirtschaft unter dem schleppenden Immobilienmarkt und vielen anderen Problemen. Kanada ist stark von seinem südlichen Nachbarn abhängig.
Nach drei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte (bps) erwarten Ökonomen, dass die Bank of Canada (BoC) eine größere Zinssenkung um 50 bps ankündigen wird, wodurch die Kreditkosten von 4,25 % auf 3,75 % sinken würden.
Während der Rückgang der kanadischen Inflation ein guter Grund für einen solchen Schritt ist, würden Sorgen um die Wirtschaft die Märkte in Aufruhr versetzen und den Loonie belasten.
Bei dieser Veranstaltung wird der Gouverneur der Bank of Canada, Tiff Macklem, vor der Presse über die Wirtschaft im Allgemeinen sprechen. Seine Einschätzung der US-Wirtschaft könnte auch den US-Dollar und die allgemeine Marktstimmung beeinflussen.
3) US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unter Beobachtung
Donnerstag, 12:30 Uhr GMT. Aufgrund des Mangels an erstklassigen Indikatoren steht dieser Hochfrequenzindikator im Mittelpunkt des Interesses. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind vor zwei Wochen von einem Tiefstand von 225.000 auf 260.000 gestiegen und in der vergangenen Woche nur auf 241.000 gefallen.
Die neuen Daten für die Woche bis zum 18. Oktober könnten noch von den aufeinander folgenden Hurrikanen beeinflusst sein und werden genau beobachtet. Die Fed konzentriert sich voll auf den Arbeitsmarkt, nachdem sie den Sieg über die Inflation verkündet hat.
Ein weiterer Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe würde Aktien und den US-Dollar beflügeln und Gold belasten. Ein besorgniserregender Anstieg würde das Edelmetall stützen, während er den Dollar belasten würde.
Obwohl weder eine Entscheidung einer wichtigen Zentralbank noch ein wichtiger Datenpunkt anstehen - und selbst die Wahlen sind noch nicht nahe genug - werden die Märkte in Bewegung geraten.
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