Für Verschnaufen an der runden 20.000er Marke war für den DAX bislang keine Zeit. Scheinbar ohne Tempolimit erklimmt der Markt täglich neue Höhen. Auch wenn aus technischer Sicht noch Platz bis 20.500 Punkte ist, wurden an der Frankfurter Börse bereits sehr viele Vorschusslorbeeren verteilt. 

Es gibt viele Faktoren, die sich 2025 zum Guten wenden könnten, wie eine Lockerung der Schuldenbremse durch eine neue Regierung in Berlin oder ein Aufschwung in China, aber das ist alles andere als garantiert. Die Anleger tun aber gerade so, als wären viele dieser Wünsche schon längst in Erfüllung gegangen. 

Die Arbeitsmarktdaten aus den USA am Nachmittag sollten eine Erholung nach zwei Hurrikans und dem fast siebenwöchigen Streik bei Boeing zeigen. Dennoch dürften sich die Anleger heute noch nicht festlegen, wie es mit der Geldpolitik der Fed im Dezember bestellt sein wird, da kommende Woche noch der wichtige Inflationsbericht ansteht. Aktuell gilt eine Zinssenkung der Fed als ausgemachte Sache. Arbeitsmarktbericht und Verbraucherpreisindex könnten die Erwartungen aber noch einmal ordentlich umkrempeln. 

Unabhängig von den Leitzinsen wird die Fed im Dezember wohl eine Anpassung des Dot Plots verkünden. Sie könnte nur noch zwei Zinssenkungen für 2025 signalisieren und einen vorsichtigen Ansatz mit einer „Pause zur Datenauswertung“ kommunizieren. Die Notenbank wird auch erst einmal beobachten wollen, welche politischen Maßnahmen beim Amtsantritt Donald Trumps ergriffen werden.  

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