Die Börse hat vieles der sich hoffentlich verbessernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in diesem Jahr vorweggenommen, jetzt müssen zunächst einmal die Beweise in Form von Zahlen und Fakten her, die diesen Optimismus bestätigen. Solange diese ausbleiben – und das kann noch einige Wochen und Monate dauern – ist eine weitgehende Seitwärtstendenz an der Börse das wahrscheinlichste Szenario.

Der US-Technologieindex Nasdaq ist gestern wieder auf einen neuen Rekord gestiegen. Die schärferen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, die Joe Biden gerade als Kontrastprogramm zur Regierung Trump verabschiedet, übersetzen die Märkte mit einer erneuten Option zur Beschleunigung des Wachstums im IT-Sektor. Ob diese Erwartungen erfüllt werden, darüber dürfte auch die Berichtssaison mitentscheiden, wo mit Apple, Facebook, Microsoft und AMD in der kommenden Woche zahlreiche große und prominente Unternehmen auf der Agenda stehen.

Der Deutsche Aktienindex leidet unterdessen an einem in den letzten 24 Stunden wieder stärker gewordenen Euro. Der dadurch scheinbare Deckel auf dem Index führt zu einer weiter relativ schwächeren Entwicklung zur Wall Street und einer Seitwärtsbewegung in den letzten Tagen. Über 13.805 Punkten bliebe die Welt aus charttechnischer Sicht in Ordnung. Fällt der Markt unter diese Unterstützung, droht erneut eine größere Korrektur.  

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