An der Börse steht und fällt jetzt alles mit den laufenden Handelsgesprächen in Washington. Nachdem die US-Notenbank dem Markt geholfen hat, sich von den Tiefs im Dezember zu lösen, wäre eine Lösung des Handelsstreits mit China ein zweiter großer Pluspunkt für die Aktienbullen. Es bliebe allerdings dann immer noch die Frage offen, ob es auch eine Einigung zwischen Washington und Brüssel geben wird. Das Versprechen, Sojabohnen aus den USA zu kaufen, hat jedenfalls nicht vom Thema Autozölle ablenken können, welche die hiesige Industrie sehr stark treffen würden.
 
Derzeit trägt das Prinzip Hoffnung die Kurse an den Börsen nach oben. Auch der Deutsche Aktienindex versucht es heute Morgen ein weiteres Mal, sich von der Marke von 11.300 Punkten nach oben abzusetzen. Schafft es der Markt, ist Platz bis in den Bereich um 11.700 Zähler. Dann erst dürfte die Luft dünner werden.
 
Bislang will niemand so richtig seine in diesem Jahr aufgelaufenen Gewinne realisieren, wenn er nicht dazu gezwungen wird. Und echte Korrekturen hat es seit dem Jahreswechsel nicht gegeben. Sollte eine kommen, könnte es allerdings auch in diese Richtung sehr schnell gehen, wenn die Stopps ausgelöst werden, die in Reichweite prominenter Zwischentiefs zum Schutz von Aktiengewinnen liegen dürften. 

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