- AUD/USD setzt seinen Anstieg fort, da die hawkish RBA die enttäuschenden australischen BIP-Zahlen ausgleicht und den AUD stützt.
- Steigende Wetten auf eine Zinssenkung der Fed im Dezember halten den USD gedrückt und bieten zusätzlichen Auftrieb für die Spotpreise.
- Händler blicken nun auf US-Makrodaten, um weitere Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Fed und einen frischen richtungsweisenden Impuls zu erhalten.
Das Währungspaar AUD/USD verlängert einen fast zwei Wochen alten Aufwärtstrend und nähert sich während der ersten Hälfte der europäischen Sitzung am Mittwoch der Marke von 0,6600, dem höchsten Stand seit Ende Oktober. Der Australische Dollar (AUD) zeigt weiterhin eine relative Unterperformance im Zuge der Hoffnungen auf eine weitere geldpolitische Lockerung durch die Reserve Bank of Australia (RBA), die die eher enttäuschenden Wachstumszahlen der australischen Wirtschaft ausgleicht. Darüber hinaus erweist sich die vorherrschende Verkaufsneigung des US-Dollars (USD) als weiterer Faktor, der als Rückenwind für das Währungspaar wirkt.
Das Australian Bureau of Statistics berichtete am Mittwoch, dass die Wirtschaft im Zeitraum Juli-September um 0,4% gewachsen ist, nach einem Anstieg von 0,6% im zweiten Quartal und unter den Markterwartungen. Hinzu kommt, dass die jährliche Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts ebenfalls hinter den Konsensschätzungen zurückblieb und bei 2,1% im Vergleich zu 1,8% im vorherigen Quartal lag. Letzteres markiert jedoch das stärkste Wachstum seit dem dritten Quartal 2023. Darüber hinaus räumte RBA-Gouverneurin Michele Bullock vor einem parlamentarischen Ausschuss ein, dass die Inflation noch nicht nachhaltig innerhalb des Zielbandes von 2% bis 3% der Zentralbank zurückgekehrt ist. Tatsächlich beschleunigte sich der Verbraucherpreisindex (CPI) Australiens von 3,5% im Jahresvergleich auf 3,8% im Oktober. Zudem stieg der RBA Trimmed Mean CPI im Berichtsmonat um 3,3% von 3,2% im September.
Bullock warnte auch, dass die Zentralbank die aktuellen Inflationszahlen sehr genau beobachtet, und wenn der Preisdruck dauerhaft sein sollte, hätte dies Auswirkungen auf den zukünftigen geldpolitischen Kurs. Dies dämpft die Hoffnungen auf eine Zinssenkung durch die RBA in der nächsten Woche. Darüber hinaus preisen Händler nun eine größere Wahrscheinlichkeit ein, dass die australische Zentralbank im nächsten Jahr die Zinssätze anheben wird. Dies stellt eine signifikante Divergenz im Vergleich zu den dovishen Erwartungen der US-Notenbank (Fed) dar. Tatsächlich deuteten die jüngsten US-Makrodaten auf eine allmähliche Abkühlung der US-Wirtschaft hin, was zusammen mit Kommentaren von Fed-Beamten die Wetten auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der bevorstehenden FOMC-Sitzung in der nächsten Woche anheizte. Dies hält den USD in der Nähe seines niedrigsten Niveaus seit dem 14. November, das am Montag erreicht wurde, und trägt zum Anstieg des AUD/USD-Paares bei.
Händler blicken nun auf den US-Wirtschaftskalender am Mittwoch, der den ADP-Bericht zur Beschäftigung im privaten Sektor und den ISM-EMI für den Dienstleistungssektor umfasst. Der Fokus wird jedoch auf der Veröffentlichung des US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) am Freitag liegen, dem bevorzugten Inflationsmaßstab der Fed. Die entscheidenden Daten werden eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung des zukünftigen Zinssenkungspfades der Fed spielen, was wiederum die USD-Nachfrage antreiben und dem AUD/USD-Paar einen bedeutenden Impuls verleihen wird. Dennoch deuten die divergierenden geldpolitischen Erwartungen von RBA und Fed darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für die Spotpreise nach oben bleibt und die Argumentation für eine weitere kurzfristige Aufwertung unterstützt.
AUD/USD Tages-Chart
Technische Analyse:
Der 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) ist leicht gesunken, während das AUD/USD-Paar darüber bleibt und einen milden bullishen Ton bewahrt. Der SMA liegt derzeit im Bereich von 0,6535 und bietet nahe Unterstützung. Das Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Histogramm zeigt positive Werte und weitet sich aus, was auf ein sich verstärkendes bullisches Momentum hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) bei 60 signalisiert starken Kaufdruck ohne überkaufte Bedingungen.
Die absteigende Trendlinie, die sich seit Jahresbeginn erstreckt und im September berührt wurde, wurde letzte Woche durchbrochen, was die oberen Einschränkungen lockert und mit dem sich verbessernden Momentum-Hintergrund übereinstimmt. Solange das AUD/USD-Paar über dem Ausbruch und dem 100-Tage-SMA bleibt, werden Rückgänge flach bleiben, und die Tendenz wird höher bleiben. Ein Schlusskurs unterhalb der gebrochenen Linie würde den Anstieg untergraben und den Abwärtsdruck wiederherstellen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)
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