• AUD/USD hat die Verluste vom Dienstag im Rahmen der breiten Konsolidierungsphase ausgeweitet.
  • Der US-Dollar blieb fest trotz enttäuschender US-Ergebnisse.
  • Die Inflationsdaten Australiens fielen stärker aus als erwartet.

Der Australische Dollar (AUD) blieb am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar (USD) unter Druck, was AUD/USD dazu veranlasste, zum zweiten Mal in Folge zurückzufallen und diesmal in die mittleren 0,6400er-Bereiche zu rutschen, obwohl die Handelskonflikte zwischen den USA und China weiterhin nachließen.

Die Erholung des US-Dollars wurde durch nachlassende Handelsbedenken gestützt, was half, die Anlegerstimmung zu stabilisieren. Mit einem vollen Kalender wichtiger US-Wirtschaftsdaten in Aussicht erwarten die Händler, dass die Volatilität rund um den Dollar hoch bleibt.

Angesichts der engen wirtschaftlichen Verbindungen Australiens zu China bleibt der Aussie besonders anfällig für Veränderungen in den globalen Handelsdynamiken.

Zentralbanken im Abwartemodus

Sowohl die Federal Reserve (Fed) als auch die Reserve Bank of Australia (RBA) hielten die Zinssätze bei ihren letzten Sitzungen stabil und verwiesen auf anhaltenden Inflationsdruck und verbleibende handelsbezogene Unsicherheiten.

Fed-Vorsitzender Jerome Powell bekräftigte das Engagement der Zentralbank, die Inflationserwartungen zu verankern, und betonte einen datengestützten Ansatz für die Zukunft. In der Zwischenzeit wies RBA-Gouverneurin Michele Bullock auf die hartnäckige Inflation und den angespannten Arbeitsmarkt hin, um den Leitzins bei 4,10 % zu halten.

Die neuesten Inflationsdaten Australiens lagen leicht über den Erwartungen, wobei der Gesamt- und der bereinigte CPI stabil, aber weiterhin erhöht waren. Die Zahlen unterstützen einen vorsichtigen Ansatz der RBA, wobei die Märkte eine Zinssenkung um 25 Basispunkte am 20. Mai vollständig einpreisen, jedoch nicht mehr mit einem größeren Schritt rechnen. Die Händler erwarten weiterhin 125 Basispunkte an Lockerungen im nächsten Jahr.

Spekulanten reduzieren bärische Wetten auf den Aussie

Laut den neuesten CFTC-Daten reduzierten nicht gewerbliche Händler ihre Netto-Leerverkäufe auf den Australischen Dollar auf etwa 54,5K Kontrakte zum 22. April. Der Rückgang der bärischen Wetten, zusammen mit steigendem offenen Interesse, deutet auf eine mögliche Stimmungsänderung hin.

Wichtige Daten im Fokus Down Under

Der Wirtschaftskalender Australiens wird in den kommenden Tagen geschäftig, mit dem endgültigen S&P Global Manufacturing PMI, den Handelsbilanzdaten, den Rohstoffpreisen und den Import-/Exportpreisen für das erste Quartal, die alle am 1. Mai fällig sind, während Einzelhandelsumsätze und Erzeugerpreise die Woche am 2. Mai abrunden werden.

Technisches Bild: Widerstand hält

AUD/USD handelt weiterhin unter seinem 200-Tage-Simple Moving Average (SMA), der jetzt bei 0,6462 liegt. Ein nachhaltiger Durchbruch über dieses Niveau würde das bullische Momentum verstärken und das Hoch von November 2024 bei 0,6687 in den Blick rücken.

Auf der Abwärtsseite liegt die Zwischenunterstützung bei den 55-Tage- und 100-Tage-SMAs, bei 0,6304 bzw. 0,6281. Ein Durchbruch dieser Niveaus könnte das Paar tieferen Verlusten aussetzen, möglicherweise in Richtung des Tiefs von 2025 bei 0,5913 oder sogar des Pandemietiefs von 0,5506.

Die Momentum-Indikatoren bleiben gemischt. Während der Relative Strength Index (RSI) nahe 55 Raum für weitere Gewinne signalisiert, deutet ein niedriger Average Directional Index (ADX) von etwa 18 auf einen Mangel an starker Trendüberzeugung hin.

AUD/USD Tageschart

Ausblick: Volatilität voraus

Mit Inflationsdaten, Handelsnachrichten und der Rhetorik der Zentralbanken im Spiel wird AUD/USD voraussichtlich kurzfristig unruhig bleiben. Die Märkte werden genau auf mögliche Änderungen im politischen Ton aus Washington oder Peking achten, die die nächste Bewegung der Währung beeinflussen könnten.


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