• AUD/USD hat den Rückgang vom Dienstag umgekehrt und die wichtige Zone von 0,6500 erneut getestet.
  • Der US-Dollar schwächte sich aufgrund schwacher Datenveröffentlichungen und Handelsängsten.
  • Die BIP-Zahlen Australiens fielen im ersten Quartal schwach aus.

Der Australische Dollar (AUD) hat am Mittwoch sein Lächeln zurückgewonnen, während der US-Dollar (USD) schwächer wurde. Tatsächlich nahm AUD/USD an Fahrt auf, ließ den vorherigen Rückgang hinter sich und schaffte es, die Widerstandszone um 0,6500 erneut zu besuchen.

Zentralbanken wieder im Fokus

Die FX-Galaxie hängt weiterhin an den Signalen der Zentralbanken, um Hinweise auf die Zinsrichtung zu erhalten.

In diesem Zusammenhang hielt die Federal Reserve (Fed) bei ihrer Sitzung im Mai an ihrer Linie fest, wobei Vorsitzender Jerome Powell einen vorsichtigen, datengestützten Ansatz bekräftigte. Weichere Inflationsdaten für April sowie enttäuschende Daten aus den heimischen Fundamentaldaten haben die Markterwartungen in Richtung einer Zinssenkung bis September verschoben.

Down Under hat die Reserve Bank of Australia (RBA) bei ihrem Mai-Treffen einen dovishen Kurs eingeschlagen und ihren OCR um 25 Basispunkte auf 3,85% gesenkt, was weitgehend den Erwartungen der Investoren entsprach.

Die Bank deutete einen langsamen und schrittweisen Lockerungsweg an, wobei der Geldmarktzins bis zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr 2027 auf 3,2% fallen soll, die Inflation auf 2,6% prognostiziert wird und die Wachstumsprognose für 2025 auf 2,1% sinkt.

Die neuesten Protokolle der RBA betonten dennoch die Notwendigkeit, die Vorhersehbarkeit der Politik angesichts erhöhter Unsicherheit zu bewahren. In diesem Zusammenhang argumentierte die Zentralbank, dass eine größere Zinssenkung auf dem Tisch liegen könnte, wenn der Konsum der Haushalte weiter schwächer wird oder das Lohnwachstum zusammen mit einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt ins Stocken gerät. Darüber hinaus warnten die Entscheidungsträger vor der potenziellen Notwendigkeit aggressiverer Maßnahmen, falls globale politische Schocks unerwartet übergreifen.

Die Märkte rechnen nun mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 80% für eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte bereits im Juli und fast 100 Basispunkten Lockerung im Jahr 2026.

China trübt den Horizont

China, Australiens größter Handelspartner, sendet weiterhin gemischte wirtschaftliche Signale. Tatsächlich überraschte die industrielle Produktion im ersten Quartal positiv, während schwache Einzelhandelsumsätze und gedämpfte Investitionen anhaltende Verwundbarkeiten unterstreichen.

Darüber hinaus senkte die People's Bank of China (PBoC) ihren einjährigen und fünfjährigen Loan Prime Rate (LPR) auf 3,00% bzw. 3,50%.

Zusätzlich fiel der Caixin Manufacturing PMI im Mai auf 48,3, was das Vertrauen der Märkte und die Hoffnungen auf eine robuste Erholung untergräbt.

Bärische Stimmung baut sich auf

Die Stimmung gegenüber dem Aussie blieb insgesamt bärisch. Laut den neuesten CFTC-Daten stiegen die Netto-Leerverkäufe auf fast 61,2K Kontrakte, den höchsten Stand seit Anfang April, während das offene Interesse zunahm, was auf eine bärische Neigung in den breiteren Märkten hinweist.

Wichtige technische Niveaus

Wenn AUD/USD über sein Hoch von 0,6537 aus dem Jahr 2025 (26. Mai) ausbricht, könnte es als nächstes das Hoch von November 2024 bei 0,6687 anvisieren und möglicherweise das Hoch von 2024 bei 0,6942.

Auf der Abwärtsseite liegt die erste Unterstützung bei 0,6356 (12. Mai), verstärkt durch den 55-Tage einfache gleitende Durchschnitt (SMA) bei 0,6359. Darunter kommt der vorübergehende 100-Tage SMA bei 0,6328 ins Spiel, während die psychologische Marke von 0,6000 und das Tief von 0,5913 (9. April) weiter entfernt liegen.

Die Momentum-Indikatoren bleiben leicht konstruktiv. Der Average Directional Index (ADX) schwebt bei etwa 22, was auf eine anständige Stärke des Trends hindeutet. In der Zwischenzeit ist der Relative Strength Index (RSI) auf etwa 58 gestiegen, was weiterhin auf kurzfristiges Aufwärtspotenzial hinweist.

AUD/USD Tageschart

Was steht bevor

Die Handelsbilanzzahlen folgen am 5. Juni, während die Genehmigungen für private Häuser und Baugenehmigungen die Woche am 6. Juni abrunden.

 

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