• AUD/USD hat den Rückgang vom Dienstag fortgesetzt und die Zone von 0,6320 erneut getestet.
  • Der US-Dollar hat frischen Aufwärtsimpuls vor der Fed-Sitzung gesammelt.
  • Die Aufmerksamkeit richtet sich auf den Arbeitsmarktbericht Australiens am Donnerstag.

Der australische Dollar (AUD) blieb am Mittwoch zum zweiten Mal in Folge defensiv, was dazu führte, dass AUD/USD den Rückgang vom Dienstag an den Grenzen des wichtigen Widerstands bei 0,6400 ausweitete und die Bandbreite von 0,6330-0,6320 erneut testete.

Auf der anderen Seite gelang es dem US-Dollar (USD), etwas Gleichgewicht zurückzugewinnen, während die Vorsicht vor dem FOMC-Treffen anhielt, was den US-Dollar-Index (DXY) dazu motivierte, einen Teil des jüngsten dreitägigen Rückgangs beiseite zu legen.

Handels Spannungen im Fokus

Unberechenbare Handelspolitiken aus Washington halten die Märkte weiterhin in Atem, da die Anleger mögliche Gegenmaßnahmen von US-Handelspartnern erwarten. Mit der Bedrohung eines eskalierenden Handelskriegs stehen risikosensitive Vermögenswerte unter Druck, was das Aufwärtspotenzial der australischen Währung untergräbt.

Australien, das stark von Rohstoffexporten nach China abhängig ist, bleibt besonders anfällig für US-Zölle auf chinesische Waren. Jede Verlangsamung in China – Australiens größtem Handelspartner – könnte sich stark auf den australischen Dollar auswirken.

Zentralbanken und das Inflationsrätsel

Befürchtungen, dass durch den Handel induzierte Inflation die Federal Reserve (Fed) dazu bringen könnte, ihren Straffungszyklus zu verlängern, stehen im Widerspruch zu wachsenden Bedenken über eine wirtschaftliche Verlangsamung in den USA. Die Anleger warten gespannt auf die geldpolitische Ankündigung der Fed später am Mittwoch, bei der allgemein erwartet wird, dass die Zinssätze unverändert bleiben.

In der Zwischenzeit haben schwächere als erwartete US-CPI-Zahlen für Februar die Wetten verstärkt, dass die Fed möglicherweise bald zu Zinssenkungen übergehen könnte, falls sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern.

Auf der anderen Seite des Pazifiks senkte die Reserve Bank of Australia (RBA im Februar ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,10 %.

Gouverneurin Michele Bullock betonte, dass weitere Schritte von den Inflationsdaten abhängen werden, während Vizegouverneur Andrew Hauser davor warnte, von einer schnellen Abfolge von Zinssenkungen auszugehen. Dennoch bleibt die Spekulation bestehen, dass die RBA bis zu 75 Basispunkte an zusätzlichen Lockerungen liefern könnte, sollte sich die Handelsspannung verschärfen.

Die jüngsten Protokolle der RBA-Sitzung zeigten, dass die Entscheidungsträger darüber debattierten, die Zinssätze stabil zu halten oder eine leichte Senkung vorzunehmen. Während sie sich für eine Senkung um 25 Basispunkte entschieden, betonten sie, dass dies keinen vollständigen Lockerungszyklus garantiert. Die Beamten hoben auch hervor, dass der Höchstzinssatz Australiens im globalen Vergleich relativ niedrig bleibt, was teilweise auf die Widerstandsfähigkeit des heimischen Arbeitsmarktes zurückzuführen ist. In diesem Zusammenhang wird die Veröffentlichung des australischen Arbeitsmarktberichts am Donnerstag im Mittelpunkt der Debatte stehen.

Technische Aussichten für AUD/USD

Ein Durchbruch über das Hoch von 2025 bei 0,6408, das am 21. Februar erreicht wurde, könnte den Weg zur 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 0,6522 ebnen, wobei das Hoch vom November 2024 bei 0,6687 (7. November) das nächste Ziel darstellt.

Auf der Abwärtsseite liegt die erste Unterstützung beim März-Tief von 0,6186 (4. März). Ein tieferer Rückgang könnte das Tief von 2025 bei 0,6087 anvisieren, wobei die psychologisch bedeutende Marke von 0,6000 darunter lauert. 

Die Momentum-Indikatoren zeigen ein gemischtes Bild. Der Relative Strength Index (RSI) ist auf 53 gefallen, was auf nachlassendes bullisches Momentum hindeutet, während der Average Directional Index (ADX) nahe 11 auf einen insgesamt schwachen Trend hinweist.

AUD/USD Tageschart

Wichtige Datenveröffentlichungen stehen bevor

Alle Augen werden auf den Arbeitsmarktbericht Australiens gerichtet sein, der für den 20. März geplant ist. Eine stärkere oder schwächere Lesung hat das Potenzial, den nächsten geldpolitischen Schritt der RBA zu beeinflussen und den kurzfristigen Ton für AUD/USD festzulegen.

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