- Der AUD/USD setzte seinen Abwärtstrend unter 0,6700 fort.
- Der US-Dollar setzte seinen Aufwärtstrend fort und kletterte auf Mehrwochenhochs.
- Als nächstes steht der australische Arbeitsmarktbericht auf der Agenda.
Der AUD/USD geriet am Mittwoch erneut unter Verkaufsdruck und durchbrach die wichtige Unterstützung bei 0,6700.
Die Abwärtsdynamik des australischen Dollars war größtenteils auf weitere Kursgewinne des US-Dollars (USD) sowie auf die anhaltende Skepsis gegenüber den jüngsten Konjunkturmaßnahmen Chinas zurückzuführen, die Händler vorsichtig werden ließen.
Auch der australische Dollar konnte seinen Abwärtstrend trotz eines leichten Anstiegs der Kupfer- und Eisenerzpreise nicht stoppen, die weiterhin von Zweifeln an der tatsächlichen Wirksamkeit der chinesischen Konjunkturmaßnahmen überschattet wurden.
Mit Blick auf China nahmen im September die Deflationssorgen zu, da die offiziellen Daten die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme des Landes unterstrichen. Eine Pressekonferenz am Wochenende hinterließ bei den Anlegern Unsicherheit über den Umfang und die Auswirkungen der bevorstehenden Konjunkturmaßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft.
Was die Geldpolitik betrifft, so beließ die Reserve Bank of Australia (RBA) bei ihrer Sitzung im September den Leitzins stabil bei 4,35 %. Während die RBA Inflationsrisiken einräumte, betonte Gouverneurin Michele Bullock, dass eine Zinserhöhung derzeit nicht zur Debatte stehe.
Das Protokoll der RBA-Sitzung signalisierte eine gemäßigtere Haltung im Vergleich zum August, als es Hinweise auf stabile Zinssätze in naher Zukunft gab.
Die Marktstimmung deutet derzeit auf eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte bis zum Jahresende hin. Es wird erwartet, dass die RBA als eine der letzten G10-Zentralbanken die Zinsen senken wird, wahrscheinlich als Reaktion auf das verlangsamte Wirtschaftswachstum und den nachlassenden Inflationsdruck.
Während mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve zu einer Erholung des AUD/USD-Wechselkurses in diesem Jahr beitragen könnten, bleibt die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Aussichten und die Konjunkturmaßnahmen in China ein starker Gegenwind.
In Australien zeigte der Westpac Leading Index im September auf Monatsbasis keine Veränderung. Die stellvertretende Gouverneurin Sarah Hunter wies darauf hin, dass die RBA die Daten genau beobachte, um festzustellen, ob die Inflation anhalten werde, und dass sie die Politik der Zentralbanken in anderen Ländern „sehr aufmerksam und wachsam“ verfolge.
Als nächstes wird in Australien der von Westpac berechnete Leading Index zusammen mit der Rede von RBA-Gouverneur Hunter veröffentlicht.
AUD/USD Tageschart

Kurzfristiger technischer Ausblick für den AUD/USD
Weitere Verluste könnten den AUD/USD auf das Oktobertief von 0,6657 (16. Oktober) drücken, noch vor dem Septembertief von 0,6622 (11. September), das weiterhin vom wichtigen 200-Tage-SMA unterstützt wird.
Die erste Herausforderung liegt beim 2024-Hoch von 0,6942 (30. September), kurz vor der kritischen Marke von 0,7000.
Der 4-Stunden-Chart zeigt eine Beschleunigung des Abwärtstrends. Die anfängliche Unterstützung liegt bei 0,6657, gefolgt von 0,6622. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 0,6758, kurz vor dem 200-SMA bei 0,6772 und dem 100-SMA bei 0,6807. Der RSI ist in den überverkauften Bereich um 29 eingetreten.
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