Die anhaltende Schwäche des japanischen Yen rückt nach Einschätzung von Georgette Boele von ABN AMRO zunehmend in den Fokus. Investoren testeten derzeit aus, wie weit die Behörden eine Abwertung der Währung zulassen würden. Fiskalische Impulse, die lockere Geldpolitik der japanischen Notenbank sowie Japans Rolle als Energieimporteur belasteten den Yen zusätzlich. Angesichts der hohen Positionierung zugunsten des US-Dollars warnt Boele jedoch, dass eine durch Interventionen ausgelöste Trendwende beim USD/JPY deutlich und nachhaltig ausfallen könnte.

Behörden könnten Schwäche des Yen nicht länger hinnehmen

„Trotz dieser Faktoren haben wir bereits in unserem FX Weekly der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass das Risiko einer Intervention zugunsten des Yen gestiegen ist.“

„USD/JPY nähert sich nun dem Hoch der vergangenen Woche bei 162,84 und könnte in Richtung 164,50 steigen.“

„Dass bislang keine Intervention erfolgt ist, bedeutet nicht, dass sie ausbleiben wird.“

„Wie wir bereits vergangene Woche erwähnt haben, bleibt die Positionierung angespannt: Der Markt ist stark im US-Dollar investiert und deutlich gegen den Yen positioniert.“

„Sollte sich die Stimmung zugunsten des Yen drehen – sei es wegen der Sorge vor Interventionen oder aus anderen Gründen –, könnte die Erholung kräftig ausfallen.“

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