- WTI-Preis steigt im frühen europäischen Handel am Montag auf fast 93,05 USD.
- Trump lehnte den Friedensdeal mit dem Iran ab, sagte aber, dass er erwarte, dass US-Unterhändler diese Woche weitere Gespräche führen werden.
- Händler warten am Mittwoch auf die EIA-Daten zu den Rohöllagerbeständen.
West Texas Intermediate (WTI), die US-amerikanische Rohöl-Benchmark, wird im frühen asiatischen Handel am Montag um 93,05 USD gehandelt. WTI legt nach der Ablehnung eines iranischen Friedensdeals durch US-Präsident Donald Trump zu. Der Vorschlag sollte den Konflikt zwischen den USA und dem Iran beenden und die Straße von Hormus wieder öffnen.
Am Sonntag lehnte US-Präsident Donald Trump einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus ab und erklärte, Teheran sei verzweifelt bemüht, einen Deal zu erzielen, so Reuters. Trump sagte, er erwarte, dass die Gespräche mit dem Iran in dieser Woche wieder aufgenommen werden, obwohl der Iran keine Anzeichen zeigt, seine Vorschläge abzuschwächen.
Der Iran erklärte, er warte auf eine endgültige US-Antwort auf einen siebentägigen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Meerenge und andere Forderungen, die er auf den Tisch gelegt habe, und werde seine Bedingungen nicht abschwächen. Anderswo teilten von Saudi-Arabien unterstützte Koalitionskräfte im Jemen mit, dass die Luftabwehr zwei von den Huthi in Richtung Riad gestartete Drohnen sowie eine ballistische Rakete abgefangen habe, die auf das südliche Grenzgebiet von Khamis Mushait zielte.
"Die geopolitischen Risiken bleiben erhöht, da die Huthi und der Iran ihre Angriffe auf Saudi-Arabien fortgesetzt haben, wodurch die regionalen Angebotsströme anfällig bleiben," sagten ANZ-Analysten.
Händler rüsten sich für die wöchentlichen Daten des American Petroleum Institute (API), die später am Dienstag veröffentlicht werden. Ein größer als erwarteter Rückgang der Rohöllagerbestände deutet auf eine stärkere Nachfrage hin und könnte den WTI-Preis stützen, während ein stärker als erwarteter Aufbau auf eine schwächere Nachfrage oder ein Überangebot hindeutet, was den WTI-Preis belasten könnte.
Ölgewinne verstärken den Druck auf globale Zinsen und Inflation
Analysten von MUFG/BTMU warnen, dass „Öl eine weitere Ebene des Drucks auf die Zinsgeschichte hinzufügt“, da der jüngste Anstieg der Rohölpreise in die Dynamik des Anleihemarktes einfließt. Sie heben hervor, dass „erneute geopolitische Risiken im Nahen Osten vor dem Hintergrund eines ohnehin angespannten Ölmarktes auftreten und sowohl Sorgen über das Angebot als auch über die Inflation schüren“, was die Aufwärtsrisiken für die globalen Zinserwartungen verstärkt.
Technische Analyse: WTI hält kurzfristig einen leicht bullischen Ausblick
Auf dem Tages-Chart ist die kurzfristige Tendenz von WTI US Oil leicht bullisch, da sich der Preis über dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) hält und damit der breitere Aufwärtstrend trotz des jüngsten Rücksetzers aus dem Bereich von 100 USD unterstützt bleibt. Das mittlere Bollinger Band liegt nun knapp über dem Spotpreis und fungiert als unmittelbarer Widerstand, während der Relative Strength Index (RSI) bei 53,06 von früheren überkauften Werten nachgegeben hat, was kurzfristig eher auf ein konsolidierendes als auf ein aggressives Aufwärtsmomentum hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim mittleren Bollinger Band nahe 93,55 USD, gefolgt vom oberen Bollinger Band bei rund 100,90 USD, das die jüngsten Zyklushochs schützt. Auf der Unterseite ist die intraday Unterstützung im aktuellen Pivot-Bereich um 92,80 USD zu sehen, mit stärkerer struktureller Nachfrage am unteren Bollinger Band bei 86,24 USD und anschließend am 100-Tage-SMA bei 84,95 USD, wo Käufer bei tieferen Rückgängen voraussichtlich die mittelfristige bullische Struktur verteidigen würden.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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Das sollten Sie am Montag, den 28. September, im Blick behalten:
Gold bleibt zu Beginn der neuen Woche unter starkem Verkaufsdruck, da die hawkischen Aussichten der Federal Reserve und eine weitere Eskalation der geopolitischen Spannungen belasten. In Ermangelung von Veröffentlichungen makroökonomischer Daten mit hoher Bedeutung werden Anleger weiterhin den Kommentaren von Zentralbankern und den Schlagzeilen aus dem Nahen Osten große Aufmerksamkeit schenken. Während der frühen Handelsstunden der asiatischen Sitzung am Dienstag wird die Reserve Bank of Australia geldpolitische Entscheidungen bekannt geben.