- WTI zieht während der asiatischen Sitzung einige Verkäufer an und beendet damit eine zweitägige Gewinnserie.
- Nachlassende Angebotsängste belasten den Rohstoff, obwohl die Abwärtsbewegung begrenzt erscheinen dürfte.
- Die bullishe technische Ausgangslage deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands nach oben führt.
West Texas Intermediate (WTI) – der US-Benchmarkpreis für Rohöl – setzt den späten Pullback des Vortages aus dem Bereich von 95,80 USD fort und gibt am Freitag im asiatischen Handel weiter nach. Die schwarze Flüssigkeit scheint damit vorerst ihre zweitägige Gewinnserie beendet zu haben und wird derzeit knapp unter der Marke von 92,00 USD gehandelt, 2,0% im Minus an diesem Tag.
Medienberichte deuteten darauf hin, dass US- und Iran-Verhandlungsführer einen schrittweisen Ausweg aus dem Konflikt ausloten, der vorsehen würde, dass Teheran die Straße von Hormus wieder öffnet, im Gegenzug für die Aufhebung der wirtschaftlichen Blockade Irans durch Washington. Dies wiederum trägt dazu bei, die Angebotsängste zu lindern, und erweist sich als ein Schlüsselfaktor, der die Rohölpreise belastet. Allerdings hält ein Raketenangriff der Huthi auf Saudi-Arabien die geopolitischen Risiken erhöht und könnte als Rückenwind für den Rohstoff wirken.
Aus technischer Sicht behalten die Rohölpreise einen konstruktiven kurzfristigen Ton oberhalb der Unterstützung durch den 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart und des 38,2%-Fibonacci-Retracements der Rally von Juli bis September bei. Unterdessen dreht der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator mit einem steigenden Histogramm ins Positive, was auf ein sich verbesserndes bullishes Momentum hindeutet, obwohl der Relative Strength Index (RSI) nahe einem neutralen Wert von 47 verharrt.
Daher dürfte ein weiterer Rückgang eher auf solide Unterstützung am 200-Perioden-SMA nahe 88,99 USD stoßen, dicht gefolgt vom nahegelegenen 38,2%-Fibo.-Retracement bei 88,59 USD. Tiefere Pullbacks könnten auf zusätzliche Nachfrage beim 50,0%-Niveau bei 84,47 USD und bei weiter tieferen Retracements in Richtung 80,35 USD, 74,48 USD und 67,01 USD treffen. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 23,6%-Fibo.-Niveau bei 93,68 USD, wobei ein klarer Ausbruch den Weg für weitere Gewinne in Richtung der jüngsten Zyklushochs öffnen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
WTI 4-Stunden-Chart
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
NEUESTE NACHRICHTEN
Autor wählen
Goldpreis zeigt ein Dilemma
Ölpreis nach dem Hoch im freien Fall? Die Lage wird gefährlicher
Bitcoin vor der Feuerprobe - Glassnode sieht die 97.000-Dollar-Marke im Weg
Ripple, Cardano, Solana: ETF-Zuflüsse und Wal-Nachfrage signalisieren weitere Rallye