• WTI-Preis fällt auf Viermonatstief nahe 69,40 USD in der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch.
  • Der Verkehr durch die Straße von Hormus nahm erstmals seit den Angriffen Irans auf Schiffe in der wichtigen Wasserstraße wieder zu.
  • Die US-Rohölbestände sind letzte Woche gefallen, so das API.

West Texas Intermediate (WTI), die US-Rohöl-Benchmark, wird während der frühen europäischen Handelsstunden am Mittwoch um 69,40 USD gehandelt. Der WTI-Preis fällt, da die Anzahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, Anzeichen einer Erholung zeigt, während Fortschritte bei der Entspannung der Spannungen im Nahen Osten erzielt werden. Der wöchentliche Rohölbericht der US Energy Information Administration (EIA) wird später am Mittwoch veröffentlicht.

Daten von Kpler zeigten, dass am Montag etwa 24 Handelsschiffe, darunter solche, die Öl und verflüssigtes Erdgas transportieren, sowie Massengutfrachter, die Straße von Hormus in beide Richtungen passierten. Der Trend setzte sich am Dienstag fort, als ein Supertanker im Golf wieder auftauchte, zusammen mit einer Reihe kleinerer Schiffe. Ein Anstieg des Verkehrs durch die kritische Wasserstraße mildert die Befürchtungen einer Unterbrechung der Ölversorgung und belastet den WTI-Preis.

Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff trafen am Dienstag in Doha ein. Ein Sprecher der katarischen Regierung sagte, sie würden den katarischen Premierminister treffen, um die laufenden US-Iran-Gespräche und regionale Entwicklungen zu besprechen. Derzeit gibt es jedoch keine hochrangigen Treffen zwischen den USA und dem Iran.

Händler werden die Entwicklungen rund um die US-Iran-Gespräche genau beobachten. Ein Mangel an Fortschritten bei einem Friedensabkommen oder Anzeichen steigender Spannungen im Nahen Osten könnten das schwarze Gold kurzfristig beflügeln.

Die US-Rohölbestände setzten ihren Abwärtstrend in der vergangenen Woche fort. Laut dem Bericht des American Petroleum Institute (API) sanken die Rohölvorräte in den USA für die Woche bis zum 26. Juni um 6,072 Millionen Barrel, verglichen mit einem Rückgang von 765.000 Barrel in der Vorwoche. Der Marktkonsens hatte einen Rückgang um 4,1 Millionen Barrel erwartet.

Händler werden weitere Hinweise aus dem wöchentlichen Rohölbericht der EIA ziehen, der später am Mittwoch veröffentlicht wird. Ein größer als erwarteter Rückgang der Rohölbestände deutet auf eine stärkere Nachfrage hin und könnte den WTI-Preis anheben, während ein größerer Anstieg als geschätzt auf eine schwächere Nachfrage oder ein Überangebot hinweist, was den WTI-Preis belasten könnte.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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