Ein US-Beamter sagte, dass US-Streitkräfte mehrere iranische Tanker angegriffen haben, die mit dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden Irans (IRGC) in Verbindung stehen, als Reaktion auf versuchte Raketenangriffe auf ein US-Kriegsschiff, wie Bloomberg am Dienstag berichtete. 

Das US Central Command (CENTCOM) erklärte in einer Mitteilung, dass amerikanische Streitkräfte die Tanker im Golf von Oman und nahe der iranischen Insel Kharg angegriffen hätten, und fügte hinzu, dass US-Streitkräfte „die Besatzungen angewiesen haben, das Schiff zu verlassen, bevor die Schiffe getroffen wurden.“ CENTCOM erklärte, die ins Visier genommenen Tanker seien „Teil eines milliardenschweren Schattennetzwerks, das das IRGC und seine regionalen Stellvertreter finanziert. 

Das IRGC warnte, dass Schiffe in kuwaitischen und bahrainischen Häfen, in denen US-Streitkräfte stationiert sind, als Vergeltung für amerikanische Angriffe auf iranische Öltanker ins Visier genommen werden könnten.

Unterdessen berichtete die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr, dass auf der Insel Kharg, Irans wichtigster Ölexportanlage, Explosionen zu hören gewesen seien. 

Von Iran unterstützte Houthi-Milizen erklärten, sie hätten erneut die saudische Raffinerie Jazan mit einer Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag sowie Anlagen, die den Binnenmarkt versorgen, ins Visier genommen. 

Am frühen Mittwoch erklärte das iranische Militär, es habe einen Stützpunkt in Jordanien angegriffen, auf dem US-Truppen stationiert sind. Die Quelle sagte, die Luftabwehr habe 18 von 20 iranischen Raketen abgefangen und zerstört, zwei seien abseits von Bevölkerungszentren niedergegangen, doch nach dem iranischen Raketenangriff seien keine Opfer gemeldet worden.

Marktreaktion

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt West Texas Intermediate (WTI) mit 0,13 % im Tagesverlauf bei 92,35 USD.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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