- Der US-Dollar-Index gibt um 0,15 % auf 99,71 nach, nachdem die privaten Einstellungen die Erwartungen verfehlt haben.
- Die ADP-Beschäftigung stieg im Juli nur um 44.000 und damit weniger als die Hälfte der prognostizierten 70.000 und nach 98.000 zuvor.
- Der ISM-EMI für den Dienstleistungssektor verfehlte den Konsens mit 54,1, wobei der Beschäftigungsindex auf 47,4 in die Kontraktion abrutschte.
Der US-Dollar-Index (DXY), der die Entwicklung des US-Dollars (USD) gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert am Mittwoch leicht schwächer nahe 99,80 und gibt nach einem stagflationären Datenpaket aus den Vereinigten Staaten (US) um rund 0,15 % nach. Der Greenback hält sich damit bereits in der vierten Sitzung in Folge unter der Marke von 100,00, wobei sich die Verluste in Grenzen halten, da festere Preisbestandteile die dovishe Lesart erschweren.
Die ADP-Beschäftigungsänderung war die deutlichste Enttäuschung des Tages. Die Beschäftigung im privaten Sektor stieg im Juli nur um 44.000 und damit weniger als die Hälfte des Konsenses von 70.000, nach einem deutlichen Rückgang gegenüber den im Juni verzeichneten 98.000. Die Zahl erhöht die Bedeutung des Nonfarm-Payrolls-Berichts vom Freitag und deutet darauf hin, dass das Momentum bei den Einstellungen schneller nachlässt, als die robusten Aktivitätsumfragen vermuten ließen.
Der ISM-Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Dienstleistungssektor im Juli untermauerte diese Botschaft unter der Oberfläche. Der Gesamtindex lag bei 54,1 und damit unter der Prognose von 54,5, aber immer noch über dem Juniwert von 54, womit der Sektor weiter expandiert. Der Beschäftigungsindex brach jedoch von 51,2 auf 47,4 ein, fiel damit in den Kontraktionsbereich und bestätigte den schwachen ADP-Wert. Die Auftragseingänge wirkten dem entgegen und stiegen von 55,1 auf 57,2, was auf eine solide zugrunde liegende Nachfrage hindeutet.
Der vom ISM erhobene Preisindex für den Dienstleistungssektor stieg von 67,7 auf 70,3 und damit weiter über das Niveau, das die Federal Reserve (Fed) als komfortabel ansehen dürfte, und signalisiert, dass der Kostendruck im Dienstleistungssektor weiter zunimmt, selbst wenn sich der Arbeitsmarkt abkühlt. Diese Kombination begrenzt den Spielraum für die Märkte, weitere Lockerungen einzupreisen, und erklärt mit, warum der Rückgang des DXY im Verhältnis zur Größe der Beschäftigungsenttäuschung gering ausgefallen ist.
Der Fokus richtet sich nun auf den Nonfarm-Payrolls-Bericht vom Freitag, der darüber entscheiden wird, ob die ADP-Schwäche einen echten Wendepunkt bei der Arbeitsnachfrage widerspiegelt oder ob sie auf die gut dokumentierte Tendenz der Umfrage zurückzuführen ist, vom offiziellen Wert abzuweichen. Auch Fed-Mitglied Cook wird sich äußern, wobei die Märkte eine Einschätzung dazu erwarten, wie die Entscheidungsträger die nachlassende Beschäftigung gegen die festeren Dienstleistungspreise abwägen.
Technische Analyse:
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert der US-Dollar-Index Spot bei 99,71. Die kurzfristige Tendenz bleibt bärisch, da der Kurs unter dem 20-Perioden- und dem 100-Perioden-Simple-Moving-Average (SMA) bleibt, die nun bei 99,89 bzw. 100,78 als dynamischer Widerstand fungieren. Eine Reihe horizontaler Barrieren zwischen 99,78 und 100,06 begrenzt die Oberseite zusätzlich, während der Relative Strength Index (RSI) bei 32,37 nahe dem überverkauften Bereich verharrt und damit auf anhaltenden, wenn auch etwas ausgedehnten Abwärtsdruck hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 99,78, gefolgt von 99,90 und 99,95, wobei sich eine stärkere Hürde nahe 100,06 ergibt. Darüber markiert der 100-Perioden-SMA bei 100,78 eine wichtigere mittelfristige Obergrenze, die zurückerobert werden müsste, um den vorherrschenden bärischen Ton zu mildern.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
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