Die Ökonomen der UOB weisen darauf hin, dass Thailands Inflationsentwicklung vor allem von angebotsseitigen Faktoren und externen Einflussgrößen wie dem Ölpreis und dem Wechselkurs USD/THB geprägt wird. Das Handelsministerium hält an seiner Prognose für die Gesamtinflation 2026 von 1,5 bis 2,5 Prozent fest. Dabei geht es von einem Preis für Dubai-Rohöl von 80 bis 90 US-Dollar und einem USD/THB-Wechselkurs von 32,0 bis 33,0 aus. Die UOB sieht insbesondere El Niño, die Kraftstoffpreise und die Lebensmittelkosten als wesentliche Aufwärtsrisiken für die kurzfristige Entwicklung der Verbraucherpreise.

Externe Faktoren und Wechselkursrisiken

"In seiner offiziellen Mitteilung bestätigte das Handelsministerium seine Prognose für die Gesamtinflation 2026 von 1,5 bis 2,5 Prozent bei einem Mittelwert von 2,0 Prozent. Der dazu veröffentlichte Prognosepfad sieht für das erste Quartal 2026 eine durchschnittliche Inflationsrate von -0,54 Prozent und für das zweite Quartal von +2,70 Prozent vor. Im dritten Quartal soll sie anschließend auf +2,09 Prozent zurückgehen, bevor sie im vierten Quartal voraussichtlich +2,33 Prozent erreicht."

"Die Prognose basiert auf einem Wirtschaftswachstum von 1,5 bis 2,5 Prozent, einem durchschnittlichen Preis für Dubai-Rohöl von 80 bis 90 US-Dollar je Barrel sowie einem durchschnittlichen USD/THB-Wechselkurs von 32,0 bis 33,0. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren zählen ein möglicher Anstieg der Preise für einfache Mahlzeiten um 3 bis 5 Prozent, ein Stromtarif von 3,93 Baht je Einheit, Dieselpreise von 35 bis 40 Baht je Liter sowie das Risiko eines stärkeren El-Niño-Ereignisses, dessen volle Auswirkungen bislang noch nicht zum Tragen gekommen sind."

"Für August bestehen die größten Aufwärtsrisiken in den Kraftstoffpreisen für Verbraucher, die weiterhin über dem Vorjahresniveau liegen, in breiteren Preisanpassungen bei zubereiteten Lebensmitteln und Zutaten, höheren Busfahrpreisen sowie steigenden Preisen für frisches Gemüse. Dabei spielen auch eine niedrige Vergleichsbasis und eine mögliche Verstärkung von El Niño eine Rolle. Dämpfend wirken dagegen leicht niedrigere Stromtarife und ein reichliches Angebot an frischem Obst."

"Dies steht im Einklang mit der Einschätzung der Bank of Thailand, wonach Zweitrundeneffekte bislang begrenzt bleiben. Entscheidend für eine Neubewertung wäre daher nicht ein weiterer stark schwankender Wert der Gesamtinflation, sondern eine anhaltende Ausweitung des Preisdrucks auf die Lohnbildung, marktbestimmte Dienstleistungspreise, die Inflationserwartungen und die Weitergabe von Wechselkursbewegungen sowie eine stärkere Kreditvergabe."

"Wir werden die Energiepreise, die geopolitischen Entwicklungen, den Baht, die Löhne, die Inflationserwartungen und die Kreditbedingungen weiterhin beobachten und unsere Prognosen anpassen, falls sich die zugrunde liegende Dynamik verändert."

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