Der Silberpreis steht an einer Stelle, an der sich in den kommenden Tagen einiges entscheiden könnte. Am 13. Oktober 2026 notiert Silber bei 60,898 US-Dollar und damit 0,64 % im Plus. Das klingt zunächst unspektakulär. Im Chart wird es aber gerade interessant.
Denn der Silberpreis testet eine wichtige Unterstützungszone. Noch hält sie. Gleichzeitig bleibt der übergeordnete Trend klar angeschlagen. Genau daraus entsteht eine Situation, die schnell Bewegung bringen könnte: Hält die Unterstützung, ist eine Erholung möglich. Bricht sie, öffnet sich auf der Unterseite deutlich mehr Raum.
Für Anleger und Trader geht es deshalb jetzt vor allem um zwei Bereiche: rund 60 US-Dollar und darunter um 56 US-Dollar.
Der Silberpreis bleibt im Abwärtstrend
Der Blick auf den Tageschart zeigt zunächst, warum bei Silber weiterhin Vorsicht angebracht ist.
Der Kurs notiert unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Der 20-Tage-Durchschnitt liegt bei 62,537 US-Dollar, der 50-Tage-Durchschnitt bei 64,843 US-Dollar und die 200-Tage-Linie sogar bei 72,416 US-Dollar.
Solange der Silberpreis unter diesen Marken bleibt, ist der übergeordnete Trend negativ.
Auch das Momentum spricht bislang nicht für eine klare Trendwende. Der MACD lag auf Basis des Tagescharts vom 12. Oktober bei -1,29 gegenüber -1,19. Auch hier bleibt das Signal bearish.
Der RSI stand bei 40,58 Punkten.
Das zeigt zwar Schwäche, allerdings noch keine extrem überverkaufte Situation. Mit anderen Worten: Silber ist gefallen, aber technisch noch nicht so stark ausverkauft, dass allein daraus automatisch eine kräftige Gegenbewegung entstehen müsste.
Genau deshalb wird die Unterstützung jetzt so wichtig.
Die erste Zone liegt zwischen 59,40 und 60,38 US-Dollar. Hier versucht der Silberpreis aktuell, einen Boden auszubilden.
Ein Tagesschluss unter diesem Bereich würde das technische Bild deutlich verschlechtern.
Noch entscheidender wird es darunter.
Zwischen 56,00 und 57,60 US-Dollar wartet die nächste große Unterstützungszone. Hier treffen frühere Verlaufstiefs auf das untere Bollinger-Band, das am 12. Oktober bei 57,62 US-Dollar lag.
Diese Zone dürfte darüber entscheiden, ob die aktuelle Schwäche nur eine größere Korrektur bleibt oder daraus ein neuer Abwärtsschub entsteht.
Silber könnte in einem fallenden Dreieck stecken
Besonders spannend ist aktuell die Formation im Chart.
Der Silberpreis erinnert an ein fallendes Dreieck. Auf der Unterseite liegt eine relativ klare Unterstützung um 56 US-Dollar, während die Hochpunkte gleichzeitig immer weiter nach unten wandern.
Eine solche Struktur ist grundsätzlich gefährlich.
Denn wenn die Unterstützung irgendwann bricht, können zuvor zurückhaltende Verkäufer schnell aggressiver werden. Gleichzeitig werden Stop-Loss-Orders ausgelöst, was die Bewegung zusätzlich beschleunigen kann.
Noch ist es aber nicht so weit.
Das Handelsvolumen ist im Bereich der Unterstützung zuletzt zurückgegangen. Genau deshalb sollte ein kurzer Ausbruch nach unten nicht sofort überbewertet werden.
Ein Bruch bei schwachem Volumen kann sich schnell als Fehlsignal entpuppen.
Anders sieht es aus, wenn der Silberpreis unter die Unterstützung fällt und das Volumen gleichzeitig deutlich anzieht. Dann würde der Ausbruch wesentlich glaubwürdiger.
Für Anleger bedeutet das: Nicht nur auf den Kurs schauen, sondern auch darauf, wie der Markt den möglichen Bruch begleitet.
Unter 59,40 Dollar wird es ungemütlich
Die kurzfristig wichtigste Marke liegt bei 59,40 US-Dollar.
Fällt der Silberpreis darunter und bestätigt sich die Schwäche, würde sich das bearishe Szenario verstärken.
Für einen aggressiveren Ansatz läge eine mögliche Absicherung bei 62,60 US-Dollar und damit oberhalb des 20-Tage-Durchschnitts.
Auf der Unterseite wäre zunächst der Bereich um 54,60 US-Dollar relevant. Danach rückt die psychologisch wichtige Marke von 50 US-Dollar in den Fokus.
Als weiter entferntes technisches Referenzniveau steht außerdem 45,50 US-Dollar im Raum.
Je nach tatsächlichem Einstieg ergibt sich daraus ein mögliches Chance-Risiko-Verhältnis zwischen etwa 1,5 zu 1 und 4,3 zu 1.
Die Aussagekraft dieses Szenarios ist derzeit mittel. Der Grund ist einfach: Der Trend zeigt nach unten und auch der MACD spricht weiterhin für Schwäche.
Deutlich stärker wäre das Signal allerdings erst dann, wenn Silber auch die Unterstützung um 56 US-Dollar verliert.
Für einen konservativeren Ansatz wäre deshalb ein Tagesschluss unter 56,00 US-Dollar wesentlich wichtiger.
Ein möglicher Einstieg würde dann erst unterhalb von 55,50 US-Dollar interessant. Eine Absicherung könnte im Bereich von 59,40 US-Dollar liegen, also oberhalb der zuvor gebrochenen Unterstützung.
Aus der Formation ergibt sich anschließend eine technische Projektion bis etwa 52,30 US-Dollar. Danach wäre erneut die Marke von 50 US-Dollar entscheidend.
Ein exaktes Chance-Risiko-Verhältnis lässt sich hier ohne konkreten Ausführungskurs allerdings noch nicht seriös bestimmen.
So könnte der Silberpreis nach oben drehen
Trotz des schwachen Charts ist das bullishe Szenario noch nicht vom Tisch.
Sollte der Silberpreis im Bereich um 60,50 US-Dollar eine klare positive Tagesumkehr zeigen, wäre zumindest eine kurzfristige Erholung möglich.
Bei einem aggressiveren Einstieg könnte eine Absicherung unterhalb der jüngsten Konsolidierung bei rund 57,50 US-Dollar liegen.
Die ersten Ziele wären anschließend 65,00 und 68,00 US-Dollar.
Das mögliche Chance-Risiko-Verhältnis läge damit zwischen etwa 1,5 zu 1 und 2,5 zu 1.
Die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios ist aktuell allerdings vergleichsweise niedrig.
Der Grund liegt direkt über dem aktuellen Kurs.
Bereits bei 62,50 bis 62,54 US-Dollar wartet die erste größere Hürde. Genau dort verläuft auch der 20-Tage-Durchschnitt.
Danach wird es im Bereich zwischen 64,80 und 65,00 US-Dollar noch schwieriger. Hier treffen der 50-Tage-Durchschnitt und ein Bereich der Ichimoku-Wolke aufeinander.
Silber müsste also mehrere Widerstände nacheinander überwinden, um das Bild wirklich zu drehen.
Ein konservativeres Kaufsignal wäre deshalb erst ein Tagesschluss oberhalb von 63,00 US-Dollar.
In diesem Fall könnte eine Absicherung bei 60,50 US-Dollar liegen. Auf der Oberseite wären zunächst 65,00 US-Dollar, anschließend 68,00 US-Dollar und schließlich die 200-Tage-Linie bei rund 72,40 US-Dollar mögliche Ziele.
Das Chance-Risiko-Verhältnis würde sich damit je nach Ausführung zwischen etwa 1,5 zu 1 und 3,9 zu 1 bewegen.
Die Aussagekraft wäre niedrig bis mittel, solange die wichtigen gleitenden Durchschnitte noch nicht zurückerobert wurden.
Das ist jetzt die entscheidende Silberpreis-Marke
Unterm Strich ist die Lage beim Silberpreis erstaunlich klar.
Solange die Zone zwischen 59,40 und 60,38 US-Dollar hält, bleibt eine Erholung möglich. Ein Tagesschluss über 62,54 US-Dollar würde dieses Szenario erstmals etwas glaubwürdiger machen.
Dann wären 64,80 bis 68,00 US-Dollar die nächsten Bereiche, auf die Anleger achten sollten.
Wirklich kritisch wird es dagegen unter 56 US-Dollar.
Ein Tagesschluss unter dieser Marke, vor allem bei gleichzeitig steigendem Handelsvolumen, würde das Risiko eines weiteren Abverkaufs deutlich erhöhen. In diesem Fall wäre 52,30 US-Dollar die nächste wichtige technische Zielmarke.
Dabei sollten Anleger allerdings mögliche Fehlsignale nicht unterschätzen.
Ein kurzer Sprung über 62,50 US-Dollar reicht noch nicht aus, um von einer echten Trendwende zu sprechen. Ohne einen Schlusskurs oberhalb von 65,00 US-Dollar könnte daraus schnell eine Bullenfalle werden.
Das Gleiche gilt auf der Unterseite.
Fällt der Silberpreis kurzfristig unter 60 US-Dollar und erholt sich anschließend schnell wieder, könnte genau das zeigen, dass Käufer im Bereich der Unterstützung größere Verkaufsorders aufnehmen.
Und genau deshalb ist die aktuelle Situation so spannend.
Der Abwärtstrend ist noch intakt. Gleichzeitig steht Silber aber direkt an einer Zone, an der sich entscheidet, ob die Verkäufer den nächsten Schlag setzen können oder die Käufer erstmals wieder die Kontrolle übernehmen.
Für den Silberpreis dürften deshalb vor allem zwei Marken zählen: rund 60 US-Dollar als kurzfristige Unterstützung und 56 US-Dollar als entscheidende Linie darunter.
Hält dieser Bereich, bleibt die Chance auf eine Erholung bestehen. Fällt er, könnte es beim Silberpreis schnell deutlich ungemütlicher werden.
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Der Cardano-Preis liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Dienstag um fast 2% im Plus und hält sich über seinem 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 0,2302 USD sowie einer kurzfristig steigenden Unterstützungstrendlinie bei 0,2264 USD. ADA verliert im Derivatemarkt an Retail-Nachfrage, da das Futures-Open Interest zurückgeht und die Finanzierungsraten ins Negative drehen.
Das sollten Sie am Dienstag, den 13. Oktober, im Blick behalten:
Der US Dollar Index (DXY) zieht sich von einem 18-Monatshoch auf rund 102,35 zurück, nachdem einige US-Märkte wegen eines Feiertags geschlossen waren. Die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihe geben nach, während die Ölpreise fallen. Die US-ADP-Beschäftigungszahlen und die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser werden im weiteren Tagesverlauf veröffentlicht. Die Aufmerksamkeit wird sich am Mittwoch auf den US-Verbraucherpreisindex (VPI) richten, gefolgt vom Erzeugerpreisindex (EPI) und den Einzelhandelsumsätzen am Donnerstag. Diese Berichte könnten weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve liefern.