Der Goldpreis steht an einer Marke, die kurzfristig über die nächste größere Bewegung entscheiden könnte. Die Gold-Futures für Dezember 2026 notieren am 13. Oktober um 1:58 Uhr EDT bei 4.217,05 US-Dollar und damit 0,63 % im Plus. Noch wichtiger als dieses kleine Tagesplus ist aber, wo der Goldpreis gerade steht: nur knapp oberhalb einer Unterstützungszone, die jetzt halten muss.
Genau hier wird es spannend. Denn das übergeordnete Bild bleibt angeschlagen. Gold notiert weiterhin unter wichtigen gleitenden Durchschnitten und damit technisch noch nicht in einem sauberen Aufwärtstrend. Gleichzeitig lässt der Verkaufsdruck sichtbar nach.
Das bedeutet: Der Goldpreis steht zwischen möglicher Bodenbildung und dem nächsten Rückschlag.
Goldpreis testet jetzt seine wichtigste Unterstützung
Die erste entscheidende Marke liegt bei 4.194,25 US-Dollar. Darunter folgt bei 4.130 US-Dollar die deutlich wichtigere Unterstützung.
Die aktuelle Tageskerze bildet sich bei rund 4.216,90 US-Dollar und damit direkt über diesem Bereich. Solange Gold dort stabil bleibt, ist ein technischer Rebound möglich.
Vor allem die Marke von 4.130 US-Dollar sollte dabei im Blick bleiben.
Hält sie, wäre die aktuelle Konsolidierung zunächst intakt. Fällt sie dagegen auf Tagesschlussbasis, wäre der Boden dieser Bewegung gebrochen. Dann könnte sich die Korrektur schnell ausweiten.
Auf der Unterseite liegen die nächsten Unterstützungen bei 4.040 und anschließend 3.890 US-Dollar.
Damit ist die Ausgangslage ziemlich klar: Der Goldpreis hat noch eine Chance auf Stabilisierung. Viel Spielraum bleibt ihm aber nicht.
Der Trend spricht noch gegen die Bullen
Ein Blick auf die gleitenden Durchschnitte zeigt, warum Gold trotz erster Stabilisierung noch nicht über den Berg ist.
Die 50-Tage-Linie liegt bei 4.388,75 US-Dollar. Noch weiter oben verläuft die 200-Tage-Linie bei 4.555,41 US-Dollar.
Beide Marken liegen deutlich über dem aktuellen Goldpreis.
Solange das so bleibt, ist das größere technische Bild bestenfalls neutral, eher aber defensiv. Eine echte Trendwende lässt sich daraus bislang nicht ableiten.
Genau deshalb wäre ein schneller Rebound zwar möglich, aber noch kein Beweis dafür, dass die Korrektur beendet ist.
Erst wenn Gold wichtige Widerstände zurückerobert, würde sich das Bild nachhaltig verbessern.
Der MACD liefert erste Hoffnung
Etwas positiver sieht die Lage beim Momentum aus.
Der MACD liegt zwar weiterhin im negativen Bereich. Die MACD-Linie steht bei -54,27, die Signallinie bei -58,16.
Entscheidend ist aber: Die MACD-Linie liegt bereits oberhalb ihrer Signallinie.
Das zeigt, dass der negative Druck nachlässt.
Man sollte dieses Signal aber nicht überbewerten. Es spricht für eine mögliche Erholung, nicht für eine bestätigte Trendwende.
Genau das passt zum gesamten Chartbild: Gold versucht sich am Boden zu stabilisieren, aber die Käufer haben bislang noch keinen klaren Sieg erzielt.
Diese Marke könnte den Goldpreis drehen
Auf der Oberseite wird jetzt vor allem 4.244 US-Dollar wichtig.
Ein nachhaltiger Anstieg über diese Marke würde das kurzfristige Chartbild deutlich verbessern.
Dann wäre zunächst Platz in Richtung 4.388 bis 4.394,98 US-Dollar. In diesem Bereich wartet nicht nur ein technischer Widerstand, sondern auch die 50-Tage-Linie.
Darüber würde die nächste große Hürde zwischen 4.555 und 4.555,41 US-Dollar liegen. Dort verläuft gleichzeitig die 200-Tage-Linie.
Für Anleger bedeutet das: 4.244 US-Dollar ist die erste Marke, die Gold zurückerobern muss, wenn aus der aktuellen Stabilisierung mehr werden soll.
Solange das nicht gelingt, bleibt jeder Anstieg zunächst nur ein Erholungsversuch innerhalb eines weiterhin angeschlagenen Trends.
Drei Szenarien entscheiden jetzt über Gold
Das naheliegendste Szenario ist zunächst eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung zwischen 4.130 und 4.244 US-Dollar.
In diesem Bereich könnte sich der Markt weiter sammeln, bevor eine größere Bewegung beginnt. Das nachlassende negative Momentum spricht dafür, dass ein Reboundversuch durchaus möglich ist. Die gleitenden Durchschnitte begrenzen allerdings weiterhin den Spielraum nach oben.
Für einen stärkeren Erholungsversuch müsste Gold zunächst oberhalb der Zone zwischen 4.194 und 4.130 US-Dollar bleiben.
Dann wäre 4.244 US-Dollar das erste Ziel.
Gelingt anschließend ein Tagesschluss über dieser Marke, würde sich die technische Lage sichtbar aufhellen. Dann wären 4.388 bis 4.395 US-Dollar die nächste Zielzone. Darüber würde der Bereich um 4.555 US-Dollar interessant.
Das wäre das bullische Szenario.
Es gibt allerdings auch die andere Seite.
Fällt der Goldpreis auf Tagesschlussbasis unter 4.130 US-Dollar, wäre die aktuelle Bodenbildung gescheitert. Dann könnte zunächst 4.040 US-Dollar angelaufen werden.
Darunter würde sich der Blick auf 3.890 US-Dollar richten.
Eine schnelle Rückkehr über 4.194 US-Dollar würde ein solches Verkaufssignal dagegen wieder abschwächen.
Goldpreis: Jetzt wird es ernst
Der Goldpreis steht damit genau an einer Stelle, an der sich entscheidet, ob die Käufer noch einmal zurückkommen oder ob die Korrektur eine neue Runde dreht.
Das Momentum verbessert sich bereits. Der Verkaufsdruck lässt nach und Gold hält sich bislang über seiner entscheidenden Unterstützungszone.
Das reicht aber noch nicht.
Der größere Trend bleibt angeschlagen, solange der Goldpreis unter der 50-Tage- und 200-Tage-Linie notiert.
Deshalb sind jetzt vor allem zwei Marken entscheidend.
Über 4.244 US-Dollar würde sich das kurzfristige Bild deutlich verbessern und ein Anstieg in Richtung 4.388 bis 4.395 US-Dollar wahrscheinlicher werden.
Unter 4.130 US-Dollar würde die Lage dagegen klar kippen. Dann wären 4.040 und später 3.890 US-Dollar die nächsten wichtigen Marken.
Bis dahin bleibt der Goldpreis in einer echten Entscheidungszone.
Die Bullen zeigen erste Lebenszeichen. Jetzt müssen sie nur noch beweisen, dass daraus mehr als ein kurzer Rebound werden kann.
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Der Cardano-Preis liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Dienstag um fast 2% im Plus und hält sich über seinem 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 0,2302 USD sowie einer kurzfristig steigenden Unterstützungstrendlinie bei 0,2264 USD. ADA verliert im Derivatemarkt an Retail-Nachfrage, da das Futures-Open Interest zurückgeht und die Finanzierungsraten ins Negative drehen.
Das sollten Sie am Dienstag, den 13. Oktober, im Blick behalten:
Der US Dollar Index (DXY) zieht sich von einem 18-Monatshoch auf rund 102,35 zurück, nachdem einige US-Märkte wegen eines Feiertags geschlossen waren. Die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihe geben nach, während die Ölpreise fallen. Die US-ADP-Beschäftigungszahlen und die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser werden im weiteren Tagesverlauf veröffentlicht. Die Aufmerksamkeit wird sich am Mittwoch auf den US-Verbraucherpreisindex (VPI) richten, gefolgt vom Erzeugerpreisindex (EPI) und den Einzelhandelsumsätzen am Donnerstag. Diese Berichte könnten weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve liefern.