- Die SNB gab am Montag eine unaufgeforderte Erklärung ab, in der sie sagte, dass sie zunehmend bereit sei, auf den Devisenmärkten einzugreifen, nachdem die Iran-Krise den EUR/CHF auf ein 11-Jahres-Tief von fast 0,9030 gedrückt hatte.
- Die Schweizer Daten enttäuschten am Montag, da die Einzelhandelsumsätze im Januar um 1,1% fielen, während ein Anstieg von 2,7% prognostiziert wurde, und der SVME PMI für Februar auf 47,4 fiel, während 50 erwartet wurden, vor der CPI-Veröffentlichung am Mittwoch.
Der Schweizer Franken (CHF) war am frühen Montag im Handel der herausragende sichere Hafen und stieg stark gegenüber dem Euro (EUR) und den meisten wichtigen Währungen, da die US-israelischen Militärschläge gegen den Iran zu einem breiten Fluchtverhalten in sichere Anlagen führten. EUR/CHF fiel im frühen asiatischen Handel auf etwa 0,9030, das niedrigste Niveau seit die Schweizerische Nationalbank (SNB) 2015 ihre Euro-Bindung aufhob, bevor er sich erholte und nahe 0,9110 schloss, als die Interventionwarnung der SNB Wirkung zeigte. Gegenüber dem US-Dollar schnitt der Franken jedoch drastisch schlechter ab: USD/CHF sprang um 1,25% und pendelte sich nahe 0,7780 ein, da das eigene Sicherheitsinteresse und der Renditevorteil des Greenbacks stärker waren. Die Devisenlandschaft am Montag zeigte, dass der Franken bis zum Ende der amerikanischen Sitzung gegenüber den wichtigsten Währungen an Boden verlor.
Der Leitzins der SNB liegt nach der Entscheidung im Dezember bei 0%, während die Inflation nahe null verläuft und die Zentralbank für 2026 lediglich eine durchschnittliche Inflation von 0,3% prognostiziert. Die Kombination aus Deflationsrisiko und einer steigenden Währung bringt die SNB in eine schwierige Lage; ihre Erklärung am Montag, dass sie „zunehmend bereit“ sei, am Devisenmarkt zu intervenieren, war die stärkste Formulierung seit Beginn der Iran-Krise. Die Schweizer Daten am Montag verschärften die Herausforderung, da die realen Einzelhandelsumsätze im Januar im Jahresvergleich um 1,1% fielen, weit unter dem Konsens von 2,7% und einem starken Rückgang gegenüber dem Wert von 2,8% im Dezember. Der SVME Einkaufsmanager-Index (PMI) für Februar verfehlte ebenfalls die Erwartungen und lag bei 47,4 gegenüber einer Prognose von 50 und fiel von 48,8 im Januar, was auf eine tiefere Kontraktion im Schweizer verarbeitenden Gewerbe hinweist. Die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (CPI) für Februar am Mittwoch ist der nächste wichtige Test, wobei der Markt einen Anstieg um 0,4% im Monatsvergleich und einen Rückgang um 0,1% im Jahresvergleich erwartet, was die Schweiz in eine offensichtliche Deflation treiben würde.
USD/CHF Tageschart
Technische Analyse
Im Tageschart handelt USD/CHF bei 0,7789. Das Paar hat eine bärische kurzfristige Tendenz, da die Preisbewegung deutlich unter den fallenden 50-Tage- und 200-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitten bleibt, die den Aufwärtstrend begrenzen und einen dominierenden Abwärtstrend bestätigen. Die jüngste Erholung aus dem Bereich von 0,76 hat den unmittelbaren Abwärtsdruck verringert, aber der Stochastische Oszillator, der sich aus dem überverkauften Bereich nach oben bewegt, deutet eher auf einen Korrektursprung innerhalb dieses breiteren bärischen Kontexts hin als auf eine Trendwende.
Der erste Widerstand liegt nahe 0,7830, wo die jüngsten Höchststände mit der Zone des 50-Tage-EMA übereinstimmen, gefolgt von 0,7900 als nächster Hürde, falls die Käufer die Erholung ausweiten. Auf der Abwärtsseite liegt die Unterstützung bei etwa 0,7730, die den Weg zum jüngsten Tief bei 0,7625 bewacht, welches der Schlüsselwert ist, den die Bären durchbrechen müssten, um den vorherrschenden Abwärtstrend wieder aufzunehmen. Solange der Preis unter 0,7900 handelt, sind Erholungen anfällig für Verkaufsdruck, was die breitere bärische Struktur intakt hält.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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