- USD/CHF legt zu, da eskalierende Ängste vor einem Konflikt im Nahen Osten die globale Nachfrage nach sicheren Häfen in Richtung USD lenken.
- Unsicherheit über den Fed-Leitzins entsteht, da steigende Ölpreise und Renditen die Inflationsängste schüren.
- Die nachlassende Schweizer Inflation auf 0,4% lässt die Schweizerische Nationalbank wahrscheinlich die Zinsen unverändert bei 0% belassen.
USD/CHF baut seine Gewinne am zweiten Handelstag in Folge aus und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag um 0,8130. Das Währungspaar wertet auf, da der US-Dollar (USD) an Stärke gewinnt, gestützt von erneuter Nachfrage nach sicheren Häfen inmitten eskalierender Spannungen im Nahen Osten.
Die Marktstabilität wurde durch wachsenden Zweifel an der Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus erschüttert. Zusätzlich zu den geopolitischen Spannungen berichtete The Guardian, dass Saudi-Arabien beabsichtigt, die Militäroperationen gegen mit dem Iran verbündete Houthi-Rebellen auszuweiten, um die international anerkannte jemenitische Regierung nach Angriffen auf die südliche Provinz Najran zu unterstützen. Unterdessen prüft das iranische Parlament einen Entwurf, der US- und israelische Schiffe verbieten, eine 20%ige Frachtstrafe für feindliche Staaten verhängen und den Korridor bis zur Aufhebung der US-Blockade einschränken würde.
Gleichzeitig haben steigende Renditen von US-Staatsanleihen und sich erholende Rohölpreise die Befürchtung neu entfacht, dass die Federal Reserve im nächsten Monat eine weitere Zinserhöhung vornehmen könnte. Trotz dieser inflationären Signale spiegelt das CME FedWatch Tool derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 54,5% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September wider, nach 63,4% in der vergangenen Woche. Anleger und Händler richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den bevorstehenden Bericht zu den Nonfarm Payrolls (NFP) für Juli, um die Lage am Arbeitsmarkt zu beurteilen und klarere Einblicke in den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed zu gewinnen.
Auf Schweizer Seite zeichnen die Konjunkturdaten ein gemischtes Bild. Die nicht saisonbereinigte Arbeitslosenquote der Schweiz stieg im Juli auf 3,0% von 2,9% im Juni, während die Jugendarbeitslosigkeit (15–24 Jahre) leicht auf 2,8% zunahm. Die Märkte werden die Veröffentlichung der Devisenreserven für Juli und der SECO-Konsumentenstimmung für das dritte Quartal im weiteren Tagesverlauf genau beobachten.
Franken unter Druck, da gedämpfte Schweizer Inflation die SNB auf Eis hält
Brown Brothers Harriman hebt hervor, dass „die Schweizer VPI-Inflation im Juli gedämpft bleibt“, wobei die Gesamtinflation im Jahresvergleich nur bei 0,4% liegt und die Kerninflation im vierten Monat in Folge bei 0,3%. Da die SNB nur moderate VPI-Durchschnitte prognostiziert und ihren Leitzins bei 0,00% belässt, argumentiert Stratege Elias Haddad, dass dieses schwache Inflationsumfeld den Schweizer Franken wahrscheinlich weiter unter Druck halten wird, und weist darauf hin, dass er in diesem Quartal derzeit die schwächste G10-Währung ist.
Technische Analyse: USD/CHF hält sich über dem Neun-Tage-EMA
Auf dem Tages-Chart behält USD/CHF eine moderate bullische kurzfristige Tendenz bei, da es sich sowohl über dem Neun-Tage- als auch dem 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA) hält. Die Konstellation der kurz- und mittelfristigen EMAs unterhalb des Kurses deutet auf einen konstruktiven Hintergrund hin, während der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) nahe 54 eher einen neutral bis positiven Momentum-Ton bestätigt als überkaufte Bedingungen.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand an der horizontalen Barriere um das 13-Monats-Hoch von 0,8207. Auf der Unterseite bietet der Neun-Tage-EMA bei 0,8111 erste Unterstützung, gefolgt vom 50-Tage-EMA bei 0,8056, während tiefere strukturelle Unterstützungen bei einem fast fünfmonatigen Tief von 0,7762 zu sehen sind.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
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