Der Präsident der Federal Reserve Bank von Kansas City, Jeff Schmid, sagte am Mittwoch, dass eine straffere Geldpolitik erforderlich sei, um die Inflation wieder auf das 2%-Ziel zu bringen. Schmid fügte hinzu, dass die Inflation „zu hoch“ und „besorgniserregend“ sei und die derzeitige Ausrichtung der Fed-Politik nicht restriktiv sei.

Wichtige Zitate

Die derzeitige geldpolitische Ausrichtung der Fed ist nicht straff. 

KI-Investitionen befeuern die Inflation, und die Fed sollte dies nicht übersehen. 

Die Wirtschaft entwickelt sich insgesamt gut, das Wachstum bleibt widerstandsfähig. 

Der Arbeitsmarkt scheint weitgehend ausgeglichen zu sein. 

Das PCE-Preismaß ist die beste Methode zur Beurteilung der Inflation. 

Begrüßt die jüngsten Inflationsdaten, es ist noch zu früh, um eine Lockerung zu bestätigen.

Die Zentralbank sollte die Inflation nicht übersehen, selbst wenn sie durch einen Angebotsschock verursacht wird. 

Die jüngste Entspannung der Energiekosten könnte vorübergehend sein. 

Eine straffere Geldpolitik ist erforderlich, um die Inflation wieder auf das 2%-Ziel zu bringen. 

Die Inflation bleibt „zu hoch“ und „besorgniserregend“. 

Marktreaktion

Bei Redaktionsschluss notiert der US Dollar Index (DXY) 0,02% niedriger bei rund 99,85.

Schmid warnt vor KI-getriebenen Inflationsrisiken und stützt damit die Argumente für eine straffere Fed-Politik

Schmid von der Fed lieferte eine leicht hawkishere Botschaft, wobei der FXS Speechtracker-Score von 7,3/10 knapp über dem historischen Durchschnitt von 7/10 lag und betonte, dass die derzeitige Politik nicht „straff“ genug sei. Der Fokus auf KI-bezogene Investitionen als Inflationsfaktor, die Warnung, dass die jüngste Disinflation zu vorläufig sei, um einen Lockerungstrend zu bestätigen, und die Betonung, dass weiterhin eine straffere Geldpolitik erforderlich sei, um die Inflation wieder auf 2% zu bringen, unterstreichen eine klare antiinflationäre Ausrichtung. Indem er das widerstandsfähige Wachstum, einen weitgehend ausgeglichenen Arbeitsmarkt und die Bedeutung des PCE-Indikators hervorhob und die Inflation als „zu hoch“ und „besorgniserregend“ bezeichnete, fällt die Rede eindeutig hawkish für den Dollar aus.

Der FXS Fed Sentiment Index fiel um 0,96 Punkte auf 145,80 und signalisiert damit einen leichten Rückgang der wahrgenommenen Hawkishness gegenüber der vorherigen Veröffentlichung. Da der Index jedoch weiterhin deutlich im hawkishen Bereich und weit über der neutralen Marke von 100 liegt, bleibt der geldpolitische Ton insgesamt unterstützend für einen stärkeren Dollar, trotz der leichten Abschwächung im jüngsten FXS Speechtracker-Score.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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