Die Reserve Bank of Australia (RBA) veröffentlichte am Dienstag die Protokolle ihrer geldpolitischen Sitzung im April, die zeigten, dass die Vorstandsmitglieder übereinstimmten, dass die Sitzung im Mai ein günstiger Zeitpunkt wäre, um zu überdenken, die Entscheidung nicht vorbestimmt war.

Zusätzliche Erkenntnisse

  • Es ist noch nicht möglich, den Zeitpunkt des nächsten Schrittes bei den Zinsen zu bestimmen.
  • Es ist zu diesem Zeitpunkt nicht angemessen, dass die Politik auf potenzielle Risiken reagiert.
  • Es ist möglich, dass die globale Unsicherheit über US-Zölle erhebliche Auswirkungen haben könnte.
  • Die globalen Risiken für das Wachstum haben zugenommen und sind nach unten geneigt.
  • Der Vorstand sah Risiken sowohl nach oben als auch nach unten für die australische Wirtschaft und die Inflation.
  • Es ist wichtig, den Fortschritt bei der Inflation zu sichern und die Politik nicht "vorzeitig" zu lockern.
  • Der Arbeitsmarkt wird weiterhin als angespannt angesehen, die Arbeitskosten sind zu hoch und die Produktivität niedrig.
  • Die Möglichkeit, dass der Arbeitsmarkt nicht so angespannt ist, wie gedacht, das Lohnwachstum könnte weiterhin langsamer werden.
  • Die bereinigte Inflationsrate dürfte im ersten Quartal unter 3% gefallen sein.
  • Die Daten deuteten auf eine echte Verbesserung der Verbrauchernachfrage hin, die über bloße Verkaufsereignisse hinausgeht.
  • Der Vorstand erwog den Abbau der Anleihebestände der RBA und sah keinen Grund, das Tempo zu ändern.
  • Der Governance-Vorstand wird die Risiken in Bezug auf Umfang und Fälligkeit der Anleihebestände prüfen.

Marktreaktion

AUD/USD sprang nach der Veröffentlichung des RBA-Protokolls auf 0,6350. Das Paar wird derzeit bei 0,6337 gehandelt, ein Plus von 0,84% im Tagesverlauf.

RBA FAQs

Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.

Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.

Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.

Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.

Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.

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