Kanadischer Dollar fällt auf Ein-Wochen-Tief gegenüber festem USD, während Händler auf BoC und Fed warten
- USD/CAD zieht den zweiten Tag in Folge Käufer an, da der USD auf ein Zwei-Wochen-Hoch steigt.
- Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed und geopolitische Risiken stützen den sicheren Hafen Dollar und gleichen die positiven Ölpreise aus.
- Händler blicken nun auf die wichtigen Zinsentscheidungen der BoC und der Fed für neuen Richtungsimpuls.
Das Paar USD/CAD gewinnt am Mittwoch den zweiten Tag in Folge an positiver Dynamik und setzt damit die Erholung dieser Woche aus dem Bereich von 1,3970-1,3965 fort, dem niedrigsten Stand seit dem 16. September. Die Spotpreise steigen weiter über die Mitte der 1,4000er-Marke hinaus und erreichen während der asiatischen Sitzung ein neues Wochentief, da Händler nun auf wichtige Zentralbankereignisse blicken.
Die Bank of Canada (BoC) wird ihre Entscheidung voraussichtlich inmitten von Wetten auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) bekannt geben, wobei der Fokus auf dem Ergebnis einer zweitägigen FOMC-Sitzung und den Kommentaren von Federal-Reserve-(Fed)-Chef Kevin Warsh liegen wird. Darüber hinaus werden die wichtigen US-Makrodaten am Donnerstag – der vorläufige BIP-Bericht für das dritte Quartal und der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) – auf weitere Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs der Fed hin untersucht. Der Ausblick wiederum wird eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der Kursdynamik des US-Dollar (USD) spielen und dem Paar USD/CAD neuen Auftrieb geben.
In der Zwischenzeit zeigt das FedWatch-Tool der CME Group, dass Händler eine Wahrscheinlichkeit von über 80% eingepreist haben, dass die US-Notenbank im Dezember die Kreditkosten angesichts von Inflationssorgen infolge hoher Energiepreise erneut anheben wird. Darüber hinaus halten festgefahrene US-Iran-Gespräche und erneute Angriffe auf Saudi-Arabien die geopolitische Risikoprämie fest im Spiel, was dem sicheren Hafen USD hilft, den vierten Tag in Folge Käufer anzuziehen. Positive Rohölpreise könnten jedoch dem rohstoffgebundenen Loonie zugutekommen und als Gegenwind für das Paar USD/CAD wirken, was bei den Bullen Vorsicht gebietet.
Das Wall Street Journal berichtete am Dienstag, dass die USA mehrere arabische Golfstaaten aufgefordert hätten, sich nach den Zwischenwahlen am 3. November auf eine kurze und intensive Militärkampagne gegen den Iran vorzubereiten. Hinzu kommt, dass die von Iran unterstützten Houthi im Jemen behaupteten, sie hätten das Verteidigungsministerium Saudi-Arabiens in Riad mit einer ballistischen Rakete ins Visier genommen und der Treffer sei direkt gewesen. Darüber hinaus schüren festgefahrene US-Iran-Verhandlungen Sorgen über eine weitere Eskalation der Spannungen im Nahen Osten und helfen den Rohölpreisen, nach einem zweitägigen Korrektur-Pullback von einem Mehrmonatshoch, das am vergangenen Freitag erreicht wurde, neue Käufer anzuziehen.
USD/CAD -Stundenchart
Technische Analyse
Das Paar USD/CAD behält auf dem 4-Stunden-Chart eine konstruktive Intraday-Tendenz oberhalb des 100-Perioden-Exponential Moving Average (EMA) und des 23,6%-Fibonacci-Retracements bei. Weiter oben liegt der anfängliche Widerstand beim 38,2%-Fibo-Retracement bei 1,4095, gefolgt vom 50%-Retracement bei 1,4134 und dem 61,8%-Niveau bei 1,4173. Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung beim 23,6%-Retracement bei 1,4046 gesehen, vor dem 100-Perioden-EMA bei 1,4036. Ein tieferer Pullback würde den strukturellen Boden um 1,3968 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Wirtschaftsindikator
Zinsentscheidung der BoC
Die Bank of Canada (BoC) gibt ihre Zinsentscheidungen am Ende jeder ihrer acht geplanten Sitzungen im Jahr bekannt. Hält die BoC die Inflation für zu hoch (hawkish), hebt sie die Zinsen an, um gegenzusteuern. Das wirkt sich in der Regel positiv auf den kanadischen Dollar (CAD) aus, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Umgekehrt senkt die BoC die Zinsen, wenn sie erwartet, dass die Inflation unter das Ziel fällt (dovish). Ziel ist es dann, die kanadische Wirtschaft zu stimulieren und die Inflation wieder in Richtung Zielwert zu bringen. Das belastet jedoch meist den CAD, da geringere Zinsen den Zufluss ausländischen Kapitals verringern.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Okt. 28, 2026 13:45
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 2.5%
Vorher: 2.25%
Quelle: Bank of Canada
Autor

Haresh Menghani
FXStreet
Haresh Menghani, Finanzmarkt Analyst und Autor, kam zu FXStreet, nach dem er bereits 8 Jahre umfangreiche Erfahrungen mit der Analyse der globalen Finanzmärkte gesammelt hatte.






