Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Freitag, dass die Erstellung eines zusätzlichen Haushalts natürlich eine Option sei, wie es der Premierminister zuvor gesagt hatte. Katayama fügte hinzu, dass die Regierung bereit sei, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Iran zu bekämpfen. Sie stellte fest, dass Japan nicht vollständig aus der Deflation heraus ist.

In der Zwischenzeit sagte der stellvertretende Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Himino, dass die Zentralbank die geldpolitischen Bedingungen locker hält und den Grad der geldpolitischen Unterstützung schrittweise anpasst.

Wichtige Zitate von BoJs Himino

Japan befindet sich in einer Inflation im Sinne steigender Verbraucherpreise, es liegt am Staat zu entscheiden, ob Japan vollständig aus der Deflation heraus ist.

Die BoJ hält die geldpolitischen Bedingungen locker und passt schrittweise den Grad der geldpolitischen Unterstützung an.

Die zugrunde liegende Inflation beschleunigt sich allmählich in Richtung des 2%-Ziels der BoJ.

Wir werden weiterhin die Marktbewegungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Preise genau beobachten.

Marktreaktion

Bei Redaktionsschluss liegt das Paar USD/JPY um 0,16% höher bei 157,80.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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