- USD/IDR fällt, da der Indonesische Rupiah nach der Nachricht steigt, dass MSCI die Herabstufung Indonesiens zum Frontier-Markt bis November verschoben hat.
- Der Rupiah gewann, da Bank Indonesia bisher im Juni ausländische Zuflüsse in Höhe von 105 Billionen IDR in Anleihen meldete.
- Der US-Dollar zog sich nach Erreichen eines 13-Monats-Hochs von 101,80 am Mittwoch zurück.
USD/IDR verliert nach drei Tagen mit Gewinnen an Boden und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag bei rund 17.970. Das Paar wertet ab, da der Indonesische Rupiah (IDR) aufgrund einer verbesserten inländischen Marktstimmung an Boden gewinnt. Dieser Optimismus folgt auf die Entscheidung des globalen Indexanbieters MSCI, eine mögliche Herabstufung des indonesischen Aktienmarktes zum Frontier-Markt bis November zu verschieben, wodurch das Land vorerst seine Einstufung als Schwellenmarkt behält.
Der Rupiah wurde zudem durch Bank Indonesia (BI) gestärkt, die starke ausländische Kapitalzuflüsse meldete. Die Mittelzuflüsse in Staatsanleihen und die einjährigen SRBI-Anleihen der Zentralbank haben im Juni bisher etwa 105 Billionen IDR erreicht.
Darüber hinaus zieht sich der US-Dollar (USD) zurück, was zur Abwärtsbewegung von USD/IDR beiträgt. Der Greenback gab nach, nachdem er am Mittwoch ein 13-Monats-Hoch von 101,80 erreicht hatte, da die Nachfrage nach sicheren Häfen nachließ, nachdem Fortschritte in den US-Iran-Friedensverhandlungen berichtet wurden.
Das Abwärtspotenzial des US-Dollars könnte jedoch begrenzt sein, da er weiterhin von steigenden Erwartungen an eine straffere Geldpolitik gestützt wird. Händler positionieren sich für Zinserhöhungen der Federal Reserve im weiteren Jahresverlauf nach hawkischen Signalen von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh. Er betonte ein festes Engagement zur Eindämmung der Inflation und stellte fest, dass die breitere US-Wirtschaft stabil bleibt. Dies spiegelt sich auch im CME FedWatch Tool wider, das nun eine Wahrscheinlichkeit von 83,1 % für Zinserhöhungen bis Ende Dezember anzeigt.
Mit Blick auf die Zukunft warten die Marktteilnehmer gespannt auf die Veröffentlichung der US-Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) später am Tag. Es wird erwartet, dass die Gesamtinflation von 3,8 % im April auf 4,1 % im Mai im Jahresvergleich anzieht, während die Kern-PCE leicht auf 3,4 % steigen dürfte. Diese bevorstehenden Zahlen werden entscheidend sein, um die nächste Richtungsbewegung des Dollars zu bestimmen.
Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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