• Gold driftet am zweiten Tag in Folge nach unten, bedingt durch eine Kombination negativer Faktoren.
  • Der USD sichert sich die Übernachtgewinne und untergräbt die Nachfrage nach dem Rohstoff.
  • Ein positiver Risikoton belastet auch das XAU/USD-Paar, während die Händler auf die FOMC-Protokolle warten.

Gold (XAU/USD) zieht am Dienstag während der asiatischen Sitzung einige Folgeverkäufe an und rutscht in den Bereich von 4.922 USD, während die Liquidität aufgrund der Feiertage zum Lunar New Year in China gering ist. Der Rohstoff fehlt jedoch an bärischer Überzeugung und hält sich über dem Tiefpunkt der letzten Woche, während die Händler auf weitere Hinweise zum Zinssenkungspfad der US-Notenbank (Fed) warten, bevor sie neue Wetten in die eine oder andere Richtung abschließen.

Das Hauptaugenmerk wird daher weiterhin auf der Veröffentlichung der FOMC-Protokolle am Mittwoch liegen. Darüber hinaus wird der US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), der am Freitag veröffentlicht wird, eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der kurzfristigen Preisbewegungen des US-Dollars (USD) spielen. Dies wiederum würde dem renditelosen Gold in der zweiten Wochenhälfte neuen Schwung verleihen. In der Zwischenzeit wird der USD als kämpfend wahrgenommen, um Käufer anzulocken, angesichts der dovishen Erwartungen an die Fed.

Tatsächlich haben die Händler höhere Wahrscheinlichkeiten eingepreist, dass die US-Zentralbank im Juni die Kreditkosten senken und in diesem Jahr mehr als zweimal die Zinssätze senken wird. Dies wiederum hilft dem USD nicht, bedeutende Käufer anzuziehen, und sollte weiterhin als Rückenwind für Gold wirken. Darüber hinaus bietet die Nervosität vor der zweiten Runde der US-Iran-Nukleargespräche, die darauf abzielen, die Spannungen abzubauen, Unterstützung für das sichere Edelmetall und begrenzt die Verluste.

Allerdings könnte das vorherrschende Risiko-on-Umfeld – wie durch einen allgemein positiven Ton an den Aktienmärkten dargestellt – einen Deckel auf jede versuchte Erholung des Goldpreises halten. Die Händler warten nun auf die Veröffentlichung des Empire State Manufacturing Index, der zusammen mit den Äußerungen der Fed den Rohstoff antreiben könnte. Dennoch erfordert der gemischte fundamentale Hintergrund eine gewisse Vorsicht, bevor neue Wetten um das XAU/USD-Paar platziert werden.

XAU/USD 1-Stunden-Chart

Chart Analyse XAU/USD

Gold scheint anfällig zu sein, während es unter dem entscheidenden Widerstand des 100-Stunden-SMA liegt

Das nächtliche Scheitern, über das Momentum jenseits des abwärts geneigten 100-Stunden Simple Moving Average (SMA) aufzubauen, und der anschließende Rückgang begünstigen bärische Händler. Die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie bleibt unter ihrer Signallinie und unter der Nullmarke, während das negative Histogramm sich verengt und auf nachlassendes Abwärtsmomentum hinweist. Der Relative Strength Index steht bei 40,75 (neutral-bärisch), tickt von vorherigen Werten nach oben und signalisiert eine frühe Stabilisierung.

Unter dem fallenden Durchschnitt behalten die Verkäufer die Initiative, und das Risiko neigt sich nach unten. Ein entscheidender Schlusskurs über dem 100-SMA wäre erforderlich, um den Ton zu ändern, da eine nachhaltige MACD-Wende nach oben und eine RSI-Bewegung über 50 eine Erholungsphase eröffnen könnten. Bis diese Signale eintreten, würden Erholungen unter Druck stehen, und das breitere Setup würde weiterhin Tests niedrigerer Niveaus begünstigen.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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