• Der Goldpreis fällt am frühen Freitag im asiatischen Handel auf rund 4.020 USD. 
  • Die jährliche Kern-PCE-Rate stieg auf den höchsten Stand seit 2023. 
  • Ein Schiff wurde in der Straße von Hormus von einem unbekannten Projektil getroffen, was die schnelle Wiedereröffnung des Energieengpasses untergräbt. 

Der Goldpreis (XAU/USD) fällt am frühen Freitag im asiatischen Handel auf rund 4.020 USD. Das Edelmetall setzt den Rückgang fort, da Händler ihre Wetten auf eine Zinserhöhung in den USA erhöht haben. Der Bericht zum Michigan Consumer Sentiment Index wird später am Freitag erwartet. Außerdem werden der Präsident der Federal Reserve (Fed) Bank of New York, John Williams, und der Präsident der Fed Bank of Minneapolis, Neel Kashkari, sprechen. 

Am Donnerstag veröffentlichte Daten des US Bureau of Economic Analysis (BEA) zeigten, dass der Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), der bevorzugte Inflationsindikator der Fed, im Mai im Jahresvergleich um 3,4% stieg, verglichen mit 3,3% im April. Die jährliche Kern-PCE-Rate erreichte damit den höchsten Stand seit Oktober 2023.

Unterdessen stieg die Gesamt-PCE-Inflation im Mai im Jahresvergleich auf 4,1% von 3,8% im April. Sowohl die Kern- als auch die Gesamtzahlen entsprachen den Erwartungen. 

Die Märkte gehen weiterhin davon aus, dass die US-Zentralbank im September eine Zinserhöhung genehmigen wird, haben die Wahrscheinlichkeiten jedoch leicht gesenkt. Es ist erwähnenswert, dass Gold oft als Absicherung gegen Inflation genutzt wird, aber keine Zinsen abwirft, was es bei hohen Zinssätzen weniger attraktiv macht.

Die Händler werden die Entwicklungen im Nahen Osten genau beobachten. Bloomberg berichtete am Donnerstag, dass ein Schiff in der Straße von Hormus von einem unbekannten Projektil getroffen wurde, nur wenige Stunden nachdem mehrere Frachtschiffe umgedreht waren, als sie versuchten, die wichtige Wasserstraße zu passieren. Jegliche Anzeichen erneuter Spannungen im Nahen Osten könnten Sorgen über eine erhöhte Inflation schüren und das gelbe Metall belasten. 

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.


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