• Gold notiert fast 0,7% niedriger, da die Handelsvolumina aufgrund von Feiertagen in China und anderen Teilen Asiens dünn blieben.
  • Die Verluste bei Gold könnten begrenzt sein, da der schwächere US-VPI die Erwartungen an zwei Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr anhebt.
  • Die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold könnte steigen, nachdem Iran im Hormuskanal Manöver durchgeführt hat, angesichts erneuter Spannungen mit den USA.

Der Goldpreis (XAU/USD) setzt seine Verluste in der zweiten aufeinanderfolgenden Sitzung fort und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 4.930 USD pro Feinunze. Der Goldpreis notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts fast 0,7% niedriger, da die Handelsvolumina aufgrund von Feiertagen in China, Hongkong und anderen Teilen Asiens dünn blieben.

Die Verluste des zinslosen Metalls könnten jedoch begrenzt sein, da die schwächeren US-Verbraucherpreisindexdaten (VPI) für Januar die Erwartungen gestärkt haben, dass die Federal Reserve (Fed) später in diesem Jahr zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte umsetzen könnte.

Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von etwa 52% für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im Juni und 44% im Juli ein. Die Händler richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die Protokolle der Fed-Sitzung, die BIP-Daten für das vierte Quartal und den von der Fed bevorzugten Kern-PCE-Preisindex, die später in dieser Woche veröffentlicht werden, um klarere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick zu erhalten.

Die US-Nonfarm Payrolls (NFP) für Januar verzeichneten das stärkste Wachstum seit mehr als einem Jahr, und die Arbeitslosenquote fiel unerwartet, was auf einen stabilisierenden Arbeitsmarkt hinweist. Dennoch herrscht Vorsicht, da das von der Federal Reserve bevorzugte Inflationsmaß, der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), weiterhin näher bei 3% als bei dem Ziel von 2% liegt, wobei der Fortschritt bei der Disinflation seit Mitte 2025 ungleichmäßig verläuft.

Die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold könnte angesichts steigender Spannungen zwischen den USA und Iran vor einer zweiten Verhandlungsrunde zunehmen. Teheran führte am Montag maritime Manöver im Hormuskanal durch, nachdem Washington einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsandt hatte, während beide Seiten sich auf die Wiederaufnahme der nuklearen Verhandlungen am Dienstag vorbereiten.

Unterdessen sind auch von den USA geführte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine für Dienstag angesetzt, obwohl die Märkte skeptisch bleiben, was einen bedeutenden diplomatischen Durchbruch im nahen Zeitraum betrifft.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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