- Der Goldpreis fällt in der frühen asiatischen Sitzung am Montag auf etwa 5.075 USD und liegt damit 1,52 % im Minus.
- Steigende Ölpreise haben neue Inflationsängste geschürt, was die Händler dazu veranlasst hat, ihre Wetten auf eine weitere Lockerung durch die Fed zurückzuschrauben.
- Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht für Februar könnte helfen, die Verluste des Goldes zu begrenzen.
Der Goldpreis (XAU/USD) fällt während der asiatischen Handelszeiten am Montag auf etwa 5.075 USD, belastet durch einen stärkeren US-Dollar (USD) und inflationsbedingte Risiken. Händler werden die Entwicklungen rund um die Konflikte zwischen den USA und dem Iran sowie die geopolitischen Risiken im Nahen Osten genau beobachten. Der Inflationsbericht des US-Verbraucherpreisindex (CPI) wird später am Mittwoch im Rampenlicht stehen.
Das Edelmetall sieht sich einem gewissen Verkaufsdruck gegenüber, da eine Rallye bei den Rohölpreisen die Inflationsängste in den USA anheizt, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinssätze länger hoch hält. Höhere Kreditkosten sind typischerweise negativ für den zinslosen Goldpreis.
Die US-Notenbank wird voraussichtlich die Zinssätze bei ihrem bevorstehenden Treffen am 17.-18. März stabil halten. Viele Ökonomen erwarten, dass die nächste Zinssenkung nicht vor Juni oder Juli 2026 erfolgen wird.
Fed-Gouverneur Christopher Waller sagte, dass er den Anstieg der Ölpreise für ein "einmaliges Ereignis" halte, das keine Reaktion der Fed erfordere, räumte jedoch auch die Unsicherheiten ein, falls der Konflikt anhält und die Ölpreise weiter steigen.
Andererseits könnten die schwächer als erwarteten US Nonfarm Payrolls (NFP) dem Greenback zusetzen und den in USD denominierten Rohstoffpreis kurzfristig anheben. Der Arbeitsmarktbericht für Februar zeigte einen Rückgang von 92.000 Stellen, während die Arbeitslosenquote im Februar von 4,3% im Januar auf 4,4% stieg.
Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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NFP Live-Berichterstattung:
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