- GBP/USD zieht zum zweiten Mal in Folge Käufer an, obwohl es an bullisher Überzeugung fehlt.
- Händler entscheiden sich, auf neue Entwicklungen rund um die anhaltende Krise im Nahen Osten zu warten.
- Das technische Setup begünstigt die Bullen und stützt die Aussichten auf eine weitere Aufwärtsbewegung.
Das Währungspaar GBP/USD gewinnt zum zweiten Mal in Folge weiter an positiver Dynamik und hält sich am Mittwoch in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung an moderaten intraday-Gewinnen fest. Die Spotpreise fehlen jedoch an bullisher Überzeugung und notieren derzeit knapp über der Marke von 1,3400, mit einem Tagesplus von weniger als 0,10%.
Der jüngste Optimismus über eine diplomatische Lösung zur Beendigung des fünf Monate alten Krieges im Nahen Osten und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus drückten die Rohölpreise auf ein Vier-Wochen-Tief und linderten damit Inflationssorgen. Händler reagierten schnell und reduzierten ihre Wetten auf eine bevorstehende Zinserhöhung der Fed. Dies wiederum untergräbt den sicheren Hafen US-Dollar (USD), was wiederum als Rückenwind für das Währungspaar GBP/USD gesehen wird.
Anleger scheinen jedoch zögerlich zu sein, aggressive direktionale Wetten einzugehen, und ziehen es vor, weitere Entwicklungen rund um den US-Iran-Konflikt abzuwarten. Darüber hinaus würde der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht Nonfarm Payrolls (NFP) am Freitag nach weiteren Hinweisen auf den geldpolitischen Kurs der Fed gesucht werden. Der Ausblick wiederum wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, die kurzfristige USD-Preisdynamik zu beeinflussen und dem Währungspaar GBP/USD neuen Auftrieb zu geben.
Aus technischer Sicht behalten die Spotpreise den kurzfristigen Ton konstruktiv, solange sie über dem einfachen gleitenden 200-Stunden-Durchschnitt (SMA) bleiben. Darüber hinaus sind die Momentum-Indikatoren leicht unterstützend, wobei der Relative Strength Index (RSI) nahe 55 liegt und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) knapp oberhalb der Nulllinie leicht positiv ist. Dies deutet auf einen anhaltenden bullischen Druck hin, solange das Währungspaar GBP/USD über dem zugrunde liegenden Durchschnitt bleibt.
Daher ist es wahrscheinlicher, dass ein korrigierender Pullback nahe der Marke von 1,3400 neue Käufer anzieht, was den Abwärtsspielraum in der Nähe der entscheidenden Unterstützung des 200-Perioden-SMA um 1,3379 begrenzen sollte. Ein überzeugender Durchbruch darunter würde jedoch die bullische Tendenz schwächen und den Weg für größere Verluste ebnen. Auf der Oberseite könnten die Bullen das Wochenhoch um die psychologische Marke von 1,3500 als Bezugspunkt für möglichen Widerstand ansehen, sollte das Währungspaar GBP/USD seinen Anstieg ausweiten.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
GBP/USD 1-Stunden-Chart
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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