• GBP/JPY steht unter Druck, da die politische Turbulenzen im Vereinigten Königreich und die erneute Unsicherheit in der Führung auf das Pfund lasten.
  • Der japanische Yen findet Unterstützung nach einem entscheidenden Wahlausgang in Japan und fortgesetzten Warnungen der lokalen Behörden vor übermäßigen Währungsbewegungen.
  • Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die wichtigen Daten zum britischen BIP, zur Industrieproduktion und zur Produktionsdaten des verarbeitenden Gewerbes, die am Donnerstag fällig sind.

Das britische Pfund (GBP/GBP) gibt am Dienstag gegenüber dem japanischen Yen nach, da die erneute politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich auf das Pfund drückt. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird GBP/JPY bei etwa 212,00 gehandelt, was einem Rückgang von fast 0,70% im Tagesverlauf entspricht.

Im Vereinigten Königreich hat sich die politische Unsicherheit verstärkt, nachdem Premierminister Keir Starmer unter zunehmendem Druck steht, zurückzutreten, nachdem er Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den Vereinigten Staaten ernannt hat, eine Entscheidung, die frische Kritik aufgrund von Mandelsons früheren Verbindungen zu Jeffrey Epstein ausgelöst hat.

Trotz des zunehmenden Drucks hat Keir Starmer ausgeschlossen, zurückzutreten, und erklärt, dass er "nicht bereit ist, einfach wegzugehen" und versprochen, "weiterzukämpfen", nachdem er öffentliche Unterstützung von mehreren hochrangigen Kabinettsministern bei einem Treffen mit der Parlamentarischen Labour-Partei am Montag gesichert hat.

Investoren sind zunehmend besorgt, dass ein möglicher Wechsel an der Spitze das Risiko einer lockereren fiskalischen Disziplin und höherer Staatsverschuldung erhöhen könnte.

Im Gegensatz dazu haben sich die politischen Risiken in Japan verringert, nachdem Premierministerin Sanae Takaichi einen entscheidenden und historischen Wahlsieg errungen hat, bei dem ihre regierende Liberaldemokratische Partei 316 der 465 Sitze im Unterhaus gewonnen hat. Das starke Mandat hat dem japanischen Yen geholfen, sich zu stabilisieren und sich gegenüber seinen wichtigsten Konkurrenten zu erholen, was zusätzlichen Druck auf GBP/JPY ausübt.

In der Zwischenzeit halten wiederholte verbale Warnungen des japanischen Finanzministeriums die Händler in Alarmbereitschaft, da die Beamten ihre Bereitschaft bekräftigen, auf übermäßige Währungsbewegungen zu reagieren, was dem Yen kurzfristig zusätzliche Unterstützung bietet.

Auf der Datenseite lagen die BRC Like-for-Like Einzelhandelsumsätze im Vereinigten Königreich für Januar bei 2,3% im Jahresvergleich, was eine Verbesserung gegenüber den vorherigen 1,0% darstellt und die Markterwartungen von 1,2% übertrifft.

Für die Zukunft bleibt der Wirtschaftskalender in Japan im Rest der Woche relativ leicht, während sich die Aufmerksamkeit im Vereinigten Königreich auf die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), zur Industrieproduktion und zur Produktionsdaten des verarbeitenden Gewerbes richtet, die am Donnerstag fällig sind.

BIP - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst das Wirtschaftswachstum eines Landes. Es zeigt die Veränderung der Wirtschaftsleistung über einen bestimmten Zeitraum, in der Regel ein Quartal, an. Ein besonders nützlicher Vergleich ist der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Quartalen oder zum Vorjahresquartal, um Wachstumsentwicklungen nachvollziehbar darzustellen.

Ein höheres BIP-Ergebnis ist in der Regel positiv für die Währung eines Landes, da es eine wachsende Wirtschaft widerspiegelt, die mehr Waren und Dienstleistungen exportieren und höhere ausländische Investitionen anziehen kann. Wenn das BIP hingegen sinkt, wirkt sich das normalerweise negativ auf die Währung aus. Wirtschaftswachstum führt häufig zu höherem Konsum und steigender Inflation. Die Zentralbank des Landes muss dann die Zinssätze erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen, was wiederum Kapitalzuflüsse anzieht und die Währung aufwerten kann.

Ein steigendes Bruttoinlandsprodukt (BIP) führt oft zu höherer Inflation, da eine wachsende Wirtschaft zu mehr Konsumausgaben und Preissteigerungen führt. Infolgedessen müssen Zentralbanken die Zinsen anheben, um die Inflation zu kontrollieren. Höhere Zinsen sind tendenziell negativ für den Goldpreis, da sie die Opportunitätskosten für das Halten von Gold erhöhen und die Nachfrage nach dem Edelmetall verringern.

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