• EUR/JPY steigt trotz schwächer als erwarteter deutscher Inflationsdaten leicht an.
  • Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich auf die vorläufigen Inflationszahlen der Eurozone, um neue Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der EZB zu erhalten.
  • Wiederholte Interventionswarnungen der japanischen Behörden begrenzen weiterhin das Aufwärtspotenzial des Paares.

EUR/JPY notiert am Dienstag moderat höher und liegt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 185,10, ein Tagesplus von 0,07 %. Das Paar wird von einem resilienten Euro (EUR) trotz schwächer als erwarteter deutscher Inflationsdaten gestützt. Gleichzeitig bleibt der japanische Yen (JPY) trotz wiederholter Warnungen der Behörden in Tokio vor übermäßigen Währungsschwankungen belastet.

Die in Deutschland veröffentlichten Daten zeigten, dass die Inflation im Juni stärker als erwartet zurückging. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Jahresvergleich um 2,3 %, nach 2,6 % im Mai und unter der Markterwartung von 2,5 %. Gleichzeitig lag der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der bevorzugte Inflationsindikator der Europäischen Zentralbank (EZB), ebenfalls unter den Erwartungen und stieg im Jahresvergleich um 2,4 % nach zuvor 2,7 %, während er im Monatsvergleich um 0,2 % sank.

Die Zahlen bestätigen Anzeichen dafür, dass der Inflationsdruck in der größten Volkswirtschaft der Eurozone weiter nachlässt. Zu Beginn des Tages sagte der Gouverneur der niederländischen Zentralbank, Olaf Sleijpen, dass niedrigere Energiepreise infolge der Entspannung der Spannungen im Nahen Osten die Inflation weiter abkühlen sollten. EZB-Politiker Pierre Wunsch und Joachim Nagel warnten jedoch, dass die Inflation noch mehrere Quartale über dem Zielwert von 2 % bleiben könnte, da die geopolitische Lage weiterhin hochgradig unsicher sei.

Anleger werteten zudem stärkere als erwartete deutsche Einzelhandelsumsätze aus. Laut Destatis stiegen die Einzelhandelsumsätze im Mai im Monatsvergleich um 1,1 % und im Jahresvergleich um 1,8 %, was die Markterwartungen übertraf und auf eine robuste Konsumnachfrage trotz höherer Inflation hinweist.

Der Fokus richtet sich nun auf die vorläufigen HVPI-Daten der Eurozone am Mittwoch, die weitere Hinweise auf den Zinsausblick der EZB geben könnten.

Auf japanischer Seite erhält der japanische Yen (JPY) weiterhin Unterstützung durch Interventionsrisiken. Kabinettssekretär Minoru Kihara bekräftigte, dass die Behörden bereitstehen, bei Bedarf am Devisenmarkt einzugreifen, während Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, die Regierung werde bei Währungsschwankungen angemessen reagieren. Gleichzeitig unterstützen Diskussionen innerhalb der Bank of Japan (BoJ) die Erwartungen an eine schrittweise Normalisierung der Geldpolitik, obwohl die weiterhin niedrigen Zinssätze Japans die breitere Attraktivität des Yen begrenzen.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.19% 0.26% 0.28% 0.10% -0.01% -0.23% 0.16%
EUR -0.19% 0.08% 0.09% -0.13% -0.20% -0.43% -0.04%
GBP -0.26% -0.08% 0.00% -0.19% -0.26% -0.49% -0.11%
JPY -0.28% -0.09% 0.00% -0.18% -0.30% -0.50% -0.13%
CAD -0.10% 0.13% 0.19% 0.18% -0.12% -0.32% 0.05%
AUD 0.00% 0.20% 0.26% 0.30% 0.12% -0.20% 0.17%
NZD 0.23% 0.43% 0.49% 0.50% 0.32% 0.20% 0.36%
CHF -0.16% 0.04% 0.11% 0.13% -0.05% -0.17% -0.36%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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