- EUR/CAD schwächt sich, da höhere Rohölpreise den rohstoffgebundenen Kanadischen Dollar stützen.
- WTI steigt, da die Öl- und Gasflüsse im Nahen Osten, insbesondere durch die Straße von Hormuz, gestört sind.
- Villeroy von der EZB stellte fest, dass die Zentralbank die Energiemärkte angesichts der Spannungen im Nahen Osten genau beobachtet.
EUR/CAD setzt seine Verlustserie nach einer flachen Sitzung fort und handelt während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag bei etwa 1,5850. Das Währungspaar hat Schwierigkeiten, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung von höheren Rohölpreisen erhält, angesichts des Status als größter Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US).
West Texas Intermediate (WTI) Öl steigt zum dritten Mal in Folge und handelt zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 75,00 USD pro Barrel. Die Rohölpreise steigen, da die Versorgungsunterbrechungen im Zuge des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten weitergehen.
US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran haben die regionalen Spannungen erhöht und iranische Vergeltungsangriffe auf die Energieinfrastruktur ausgelöst, wodurch wichtige Öl- und Gasflüsse im Nahen Osten, insbesondere durch die Straße von Hormuz, die etwa 20% des globalen Öl- und LNG-Angebots ausmacht, gestört werden.
Das EUR/CAD-Paar wertet ab, da der Euro (EUR) vor der Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze der Eurozone im Januar schwächer wird. Es wird erwartet, dass die jährlichen Einzelhandelsumsätze in der Eurozone im Januar um 1,7% steigen, nach einem Anstieg von 1,3% im Dezember, während die monatliche Zahl voraussichtlich bei 0,3% liegen wird, im Vergleich zu einem Rückgang von 0,5% im Vormonat.
François Villeroy de Galhau, Mitglied des EZB-Rats und Gouverneur der Banque de France, sagte, dass die EZB die Energiemärkte angesichts des Krieges im Nahen Osten genau beobachtet. Villeroy stellte fest, dass die Dauer des Konflikts die Auswirkungen auf die Preise bestimmen wird, sieht jedoch derzeit keinen Grund für die EZB, die Zinssätze zu erhöhen.
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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Das sollten Sie am Donnerstag, den 5. März, im Blick behalten:
Die Finanzmärkte bleiben in der zweiten Wochenhälfte risikoavers, da sich der Konflikt im Nahen Osten ausweitet. Der US-Wirtschaftskalender wird mittelgroße makroökonomische Datenveröffentlichungen enthalten, während die Investoren weiterhin auf geopolitische Schlagzeilen fokussiert bleiben.