• Dow Jones-Futures gewinnen vor der Veröffentlichung der US-PCE-Inflationsdaten an Boden.
  • Die Marktstimmung könnte vorsichtig werden, da sich die Anleger auf Zinserhöhungen der Federal Reserve vorbereiten.
  • US-Index-Futures kletterten, da starke Aussichten für Halbleiter eine Tech-Rallye befeuerten und das Interesse an KI wiederbelebten.

Die Dow Jones-Futures steigen um 0,15 % und notieren während der europäischen Handelszeiten am Donnerstag nahe 52.350. Unterdessen legen die S&P 500-Futures um 0,80 % auf rund 7.490 zu, und die Nasdaq 100-Futures steigen um 2,25 % und handeln zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nahe 30.180.

Die Händler richten ihre Aufmerksamkeit auf den bevorstehenden US-Bericht zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE), dem von der Federal Reserve bevorzugten Inflationsmaßstab. Ökonomen erwarten, dass der Gesamtindex im Jahresvergleich im Mai auf 4,1 % ansteigt, nach 3,8 % im April. Der Kern-PCE wird voraussichtlich anhaltenden Preisdruck zeigen und auf eine Jahresrate von 3,4 % leicht steigen.

Die Marktstimmung tendiert zur Vorsicht, da sich die Anleger zunehmend auf Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) im späteren Jahresverlauf einstellen. Die Händler positionieren sich auf eine straffere Geldpolitik nach hawkischen Äußerungen von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh, der ein festes Engagement zur Eindämmung der Inflation signalisierte und gleichzeitig betonte, dass die Gesamtwirtschaft auf stabilem Fundament stehe. Entsprechend dieser aggressiven Wende zeigt das CME FedWatch Tool, dass die Märkte nun eine fast 83%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis Ende Dezember einpreisen.

Die US-Index-Futures steigen im Zuge einer technologiegetriebenen Rallye. Diese Zuversicht markiert eine Wende gegenüber der gemischten regulären Sitzung am Mittwoch, in der Verluste bei Schwergewichten im Technologiesektor die Indizes belasteten, was zu einem Rückgang des Nasdaq 100 um 0,4 % und des S&P 500 um 0,1 % führte, während der Dow Jones einen leichten Gewinn von 0,34 % erzielte.

Die Dynamik wird vor allem durch starke Aussichten im Halbleiterbereich befeuert, die das Interesse am Sektor der künstlichen Intelligenz wiederbelebt haben. Micron Technology stieg im nachbörslichen Handel um über 15 %, nachdem das Unternehmen die Erwartungen für das dritte Quartal übertroffen und eine massive Umsatzprognose von 50 Milliarden US-Dollar für das laufende Quartal abgegeben hatte, was die Analystenschätzung von 43,58 Milliarden US-Dollar deutlich übertraf. Qualcomm legte ebenfalls um 13 % zu, nachdem es sein Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2029 im Bereich Nicht-Handys auf 40 Milliarden US-Dollar deutlich angehoben hatte. Dieser Anstieg wirkte sich auf die gesamte Chipindustrie aus und hob auch andere verwandte Aktien wie SanDisk, Western Digital und Marvell Technology.

Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.

Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.

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