Ulrich Leuchtmann, Leiter des Devisen- und Rohstoff-Research der Commerzbank, analysiert den letzten Schritt der Bank of England (BoE) und seine Auswirkungen auf das Pfund Sterling (GBP).
Geld sollte immer und überall knapp sein
Die BoE plant, sich von den Wertpapieren zu trennen, die sie, wie auch die anderen großen Zentralbanken, nach der großen Finanzkrise von 2008 angehäuft hat.
Ich bin weder ein Geldmarktexperte noch ein Experte für den Bankensektor. Daher kann ich Ihnen nicht versprechen, dass dieser Plan gelingen wird. Meine Vorstellung von Geldtheorie sagt mir jedoch, dass Geld immer und überall knapp sein sollte - auch auf dem Interbankenmarkt. Ansonsten riecht es für mich seltsam. Auch wenn es fast 16 Jahre lang gut gelaufen ist.
Abgesehen von allen anderen Argumenten für oder gegen das Pfund bin ich daher der Meinung, dass die von der BoE geplante geldpolitische Normalisierung, die in dieser Form einzigartig ist, ein GBP-positives Argument ist.
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