- GBP/JPY kämpft damit, seinen moderaten intraday Anstieg auszunutzen, da Interventionsrisiken den JPY stützen.
- Die große Zinsdifferenz zwischen Japan und dem Vereinigten Königreich begrenzt eine nennenswerte Aufwertung des JPY.
- Händler blicken auf die Rede des Gouverneurs der Bank of England, Andrew Bailey, für neuen Schwung zum Wochenende.
Das GBP/JPY-Kreuz zieht in der Nähe der Mitte der 215,00er-Marke frische Verkäufer an und fällt während der frühen europäischen Sitzung am Freitag auf das untere Ende seiner Tagesrange. Die Spotpreise bleiben jedoch innerhalb der Spanne des Vortages und handeln derzeit um die psychologische Marke von 215,00, nahezu unverändert für den Tag.
Berichte, dass Japan möglicherweise auf die Vorankündigung von Interventionsplänen verzichten könnte, überraschten die Händler am Donnerstag. Zudem bekräftigte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama heute früh, dass die Behörden bereit sind, bei Währungsschwankungen angemessen zu handeln. Hinzu kommt, dass Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara erklärte, die Regierung beobachte die Marktbewegungen mit hoher Dringlichkeit und werde bei Bedarf jederzeit angemessene Maßnahmen am Devisenmarkt ergreifen. Dies führt wiederum zu einer teilweisen Auflösung spekulativer Short-Positionen rund um den japanischen Yen (JPY) und erweist sich als wichtiger Faktor, der das GBP/JPY-Kreuz belastet.
Die JPY-Bullen scheinen jedoch in Abwesenheit einer tatsächlichen Intervention zögerlich. Darüber hinaus wirkt die anhaltend große Kluft zwischen den niedrigen Zinssätzen in Japan und den höheren Renditen in anderen wichtigen Volkswirtschaften, einschließlich des Vereinigten Königreichs, als Gegenwind für den JPY. Das Britische Pfund (GBP) hingegen erhält Unterstützung durch die Zusage des designierten britischen Premierministers Andy Burnham, sich an strenge Kreditaufnahme-Regeln zu halten. Dies trägt dazu bei, fiskalische Bedenken angesichts des jüngsten Einbruchs der globalen Ölpreise zu mildern und stärkt das Vertrauen der Investoren. Zudem unterstützt der vorherrschende US-Dollar (USD)-Verkauf das GBP und begrenzt weitere Abwärtsrisiken für das GBP/JPY-Kreuz.
Die Händler blicken nun auf die für die US-Handelssitzung geplante Rede des Gouverneurs der Bank of England, Andrew Bailey, in Frankreich, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Zentralbank zu erhalten. Dies wird eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der GBP-Preisdynamik spielen und dem GBP/JPY-Kreuz neuen Schwung verleihen. Das Aufwärtspotenzial scheint jedoch begrenzt, da drohende Interventionsrisiken des JPY die Bullen davon abhalten könnten, aggressive Wetten einzugehen.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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Das sollten Sie am Freitag, den 3. Juli, im Blick behalten:
Der US-Dollar kämpft am letzten Handelstag der Woche darum, gegenüber seinen wichtigsten Rivalen widerstandsfähig zu bleiben, da die Anleger den Zeitpunkt einer möglichen Zinserhöhung der Federal Reserve nach den enttäuschenden Arbeitsmarktdaten für Juni bewerten. Der Wirtschaftskalender wird keine Daten mit hoher Relevanz enthalten, und die Handelsaktivität wird voraussichtlich bis zum Wochenende gedämpft bleiben, da die Aktien- und Anleihemärkte in den Vereinigten Staaten wegen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag geschlossen bleiben.