Die türkische Zentralbank (CBRT) schockierte die Investoren am Donnerstag mit einem kräftigen Anstieg des Leitzinses um 350 Basispunkte auf 46 %, wodurch der Lockerungszyklus abrupt umgekehrt wurde und die Lira einen moderaten Auftrieb erhielt.
Der überraschende Schritt, ausgelöst durch die Achterbahnfahrt der Märkte im letzten Monat nach der Festnahme des Bürgermeisters von Istanbul, endete nicht dort: Die Entscheidungsträger erhöhten auch den Übernachtzinssatz von 46 % auf 49 %, hoben den Übernachtkredit von 41,0 % auf 44,5 % an und setzten die einwöchigen Repo-Auktionen aus. All dies geschah vor dem Hintergrund zunehmender globaler Unsicherheit, da der Handelskrieg zwischen den USA und China eskaliert und die Märkte weltweit erschüttert.
Wichtige Erkenntnisse aus der Erklärung der Bank
- Der zugrunde liegende Inflationstrend ist im März gesunken.
- Die führenden Indikatoren deuten auf ein Niveau der inländischen Nachfrage hin, das über den Prognosen liegt, trotz eines gewissen Verlusts an Dynamik im ersten Quartal.
- Die potenziellen Auswirkungen des zunehmenden Protektionismus im globalen Handel auf den Disinflationsprozess durch die globale wirtschaftliche Aktivität, Rohstoffpreise und Kapitalflüsse werden genau überwacht.
- Die Inflationserwartungen und das Preisverhalten stellen weiterhin Risiken für den Disinflationsprozess dar.
- Die Entschlossenheit in Bezug auf eine straffe Geldpolitik stärkt den Disinflationsprozess durch eine Mäßigung der inländischen Nachfrage, eine reale Aufwertung der türkischen Lira und eine Verbesserung der Inflationserwartungen.
- In Zukunft wird eine verstärkte Koordination der Fiskalpolitik ebenfalls erheblich zu diesem Prozess beitragen.
- Die straffe Geldpolitik wird aufrechterhalten, bis die Preisstabilität durch einen nachhaltigen Rückgang der Inflation erreicht ist.
Marktreaktion
Die türkische Lira hat sich nach der überraschenden Zinserhöhung der CBRT deutlich aufgewertet, was den USD/TRY unter erheblichen Abwärtsdruck setzte und ihn am Donnerstag in die Nähe von 3800 zog.

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Das sollten Sie am Dienstag, den 3. März, im Blick behalten:
Der US-Dollar gewinnt weiterhin an Stärke gegenüber seinen Rivalen nach der bullischen Bewegung am Montag, wobei der USD-Index am Dienstagmorgen in Europa über 98,80 schwankt, dem höchsten Stand seit Ende Januar. Der europäische Wirtschaftskalender wird später am Tag vorläufige Daten zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex für Februar enthalten. Dennoch werden die Marktteilnehmer weiterhin auf Nachrichten zur Krise im Nahen Osten achten und den Kommentaren der Zentralbanker besondere Aufmerksamkeit schenken.