Britisches Pfund schwächt sich angesichts wieder anziehender USD-Nachfrage; verteidigt 1,3300 vor wichtigen US-Daten
- GBP/USD zieht während der asiatischen Sitzung angesichts wiederauflebender USD-Nachfrage frische Verkäufer an.
- Von Öl getriebene Inflationssorgen halten Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed auf dem Tisch und stützen den Buck.
- Geopolitische Risiken stützen den USD weiter, da Händler auf wichtige US-Makrodaten blicken.
Das Währungspaar GBP/USD trifft am Donnerstag während der asiatischen Sitzung auf frisches Angebot und stoppt damit die Erholung des Vortags aus dem Bereich von 1,3275-1,3270, oder einem fast zweiwöchigen Tief. Die Spotpreise fallen in der letzten Stunde auf die Marke von 1,3300 angesichts eines insgesamt festeren US-Dollars (USD), doch das Fehlen von Anschlussverkäufen mahnt bärische Händler zur Vorsicht.
Der USD gewinnt nach dem Rückgang vom Vortag nach der FOMC-Sitzung wieder an positiver Dynamik, da Inflationsrisiken infolge höherer Energiepreise die Wetten auf eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr aufrechterhalten. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group rechnen Händler derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 80%, dass die US-Notenbank die Kreditkosten im Dezember erneut anheben wird. Darüber hinaus wirken anhaltende geopolitische Unsicherheiten als Rückenwind für den sicheren Hafen Greenback, was wiederum als Abwärtsdruck auf das Währungspaar GBP/USD gesehen wird.
In den jüngsten Entwicklungen rund um die Nahostkrise soll US-Vizepräsident JD Vance einen Brief an Mohsen Rezaei, den Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, geschickt haben, um die Friedensverhandlungen wiederzubeleben. Dies geschieht, während US-Präsident Donald Trump mit einer Wiederaufnahme militärischer Aktionen in den kommenden Wochen droht. Das Wall Street Journal berichtete, dass US-Beamte mehrere Länder im Nahen Osten und regionale Verbündete aufgefordert haben, sich auf eine mögliche kurze, intensive Militärkampagne gegen den Iran nach den Zwischenwahlen am 3. November vorzubereiten.
Unterdessen arbeiten regionale Vermittler unter Führung Katars daran, die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder aufzunehmen, um eine Wiederaufnahme des Krieges zu verhindern. Darüber hinaus könnten sich die USD-Bullen dafür entscheiden, vor neuen Wetten weitere Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed über Dezember hinaus abzuwarten. Daher richtet sich der Fokus nun auf die Veröffentlichung des vorläufigen US-BIP-Berichts für das dritte Quartal und des Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE). In der Zwischenzeit könnten Erwartungen einer strafferen Geldpolitik der Bank of England (BoE) dazu beitragen, die Abwärtsbewegung für das Währungspaar GBP/USD zu begrenzen.
GBP/USD 4-Stunden-Chart
Technische Analyse
Das Währungspaar GBP/USD weist kurzfristig eine leicht bullische Tendenz oberhalb des 100-Perioden-Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart und der mittleren Fibonacci-Unterstützungen auf. Die Spotpreise handeln derzeit knapp über dem 38,2%-Retracement, was auf einen konstruktiven Ton hindeutet, während die Oberseite in Richtung des oberen Teils der jüngsten Erholungsspanne getestet wird.
Unterdessen liegt der erste Widerstand beim 23,6%-Fibo-Retracement bei 1,3352, vor dem Zyklushoch-Anker nahe 1,3417. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 38,2%-Retracement bei 1,3311, gefolgt vom 50,0%-Niveau bei 1,3278 und tieferen Fibonacci-Untergrenzen bei 1,3246 und 1,3199, wobei der Bereich um 1,3140 eine weiter entfernte strukturelle Basis markiert.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
US-Dollar - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Euro.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.07% | 0.02% | 0.03% | -0.10% | -0.10% | -0.02% | 0.05% | |
| EUR | -0.07% | -0.05% | -0.04% | -0.19% | -0.18% | -0.10% | -0.03% | |
| GBP | -0.02% | 0.05% | 0.00% | -0.14% | -0.13% | -0.05% | 0.01% | |
| JPY | -0.03% | 0.04% | 0.00% | -0.14% | -0.13% | -0.07% | 0.00% | |
| CAD | 0.10% | 0.19% | 0.14% | 0.14% | 0.01% | 0.09% | 0.16% | |
| AUD | 0.10% | 0.18% | 0.13% | 0.13% | -0.01% | 0.09% | 0.14% | |
| NZD | 0.02% | 0.10% | 0.05% | 0.07% | -0.09% | -0.09% | 0.10% | |
| CHF | -0.05% | 0.03% | -0.01% | -0.01% | -0.16% | -0.14% | -0.10% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.
Autor

Haresh Menghani
FXStreet
Haresh Menghani, Finanzmarkt Analyst und Autor, kam zu FXStreet, nach dem er bereits 8 Jahre umfangreiche Erfahrungen mit der Analyse der globalen Finanzmärkte gesammelt hatte.






