- Das Paar AUD/USD steigt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag auf rund 0,7135.
- Australiens Handelsbilanz kehrt im April in den positiven Bereich zurück.
- Iranische Beamte erklärten, dass es bei den Kriegsgesprächen keinen „greifbaren Fortschritt“ gebe.
Das Paar AUD/USD gewinnt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag an Stärke und notiert bei rund 0,7135. Der Australische Dollar legt gegenüber dem US-Dollar (USD) nach den inländischen Daten zur Handelsbilanz zu. Der US-Nonfarm-Payrolls-Bericht (NFP) für Mai wird am Freitag im Mittelpunkt stehen.
Australiens Handelsbilanz kehrte im April laut dem Australian Bureau of Statistics (ABS) am Donnerstag mit einem monatlichen Überschuss von 1.791 Mio. USD MoM zurück. Dieser Wert folgte auf ein Defizit von 1.024 Mio. USD in der vorherigen Veröffentlichung (korrigiert von 1.841 Mio. USD).
Unterdessen stiegen Australiens Exporte im April um 7,2% MoM nach einem Rückgang von 2,5% im Vormonat (korrigiert von -2,7%). Die Importe erhöhten sich im April um 0,8% MoM, verglichen mit einem Anstieg von 12,2% im März (korrigiert von 14,1%).
Eine bessere Handelsbilanz kann auf eine starke Exportnachfrage oder eine widerstandsfähige Wirtschaft hinweisen. Dieser Bericht könnte die Märkte dazu veranlassen, zu erwarten, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) die Zinsen anheben oder auf einem hohen Niveau halten wird, was den Aussie unterstützt.
Andererseits könnten die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und der Mangel an Fortschritten beim US-iranischen Friedensabkommen eine sichere Hafenwährung wie den Greenback stärken. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte am Mittwoch, dass der Kontakt mit Washington zwar nicht abgebrochen sei, die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten jedoch „keinen greifbaren Fortschritt“ gemacht hätten.
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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