- Australiens Handelsüberschuss erreichte im Juni 1.929 Mio. A$, deutlich über den Erwartungen, angetrieben von einem Exportanstieg von 9,6%.
- Ein Schifffahrtsabkommen zwischen Iran und Oman in der Straße von Hormus schwächte die Nachfrage nach sicheren Häfen für den US-Dollar.
- Die privaten US-Beschäftigtenzahlen stiegen im Juli nur um 44K und verfehlten damit die Prognosen, was den Greenback belastete.
AUD/USD stabilisiert sich nach zwei Tagen mit Gewinnen und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag um 0,7060. Das Paar bewegt sich kaum, da der australische Dollar (AUD) nach der Veröffentlichung der heimischen Handelsbilanzdaten ruhig bleibt.
Das Australian Bureau of Statistics (ABS) meldete für Juni eine deutliche Wende in der australischen Handelsbilanz, die sich gegenüber dem Vormonat auf einen Überschuss von 1.929 Millionen A$ drehte. Dies folgt auf ein revidiertes Defizit von 2.367 Millionen A$ im vorherigen Wert (zunächst mit 3.018 Millionen A$ angegeben) und übertraf die Markterwartungen deutlich, die mit einem Defizit von 1.100 Millionen A$ gerechnet hatten. Die positive Entwicklung wurde durch einen kräftigen Anstieg der Exporte um 9,6% gegenüber dem Vormonat getragen, nachdem diese im Mai nach einer Revision um 7,6% gefallen waren, während die Importe um 0,2% gegenüber dem Vormonat zurückgingen und damit den im Vormonat verzeichneten Anstieg von 0,9% umkehrten.
Das Paar AUD/USD könnte weiter zulegen, da der US-Dollar (USD) aufgrund der nachlassenden Nachfrage nach sicheren Häfen Gegenwind bekommt. Die Stimmung änderte sich nach Berichten, wonach Iran und Oman eine Einigung über eine Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus erzielt haben, was die Erwartungen auf höhere Energieflüsse aus dem Nahen Osten stärkte. Die gemeinsame Erklärung von Iran und Oman befindet sich derzeit in der finalen Entwurfsphase. Gleichzeitig soll die vorgeschlagene Route zwei bis vier Monate lang in Betrieb sein; Teheran betonte, dass das Abkommen keine vollständige Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Wasserstraße darstellt.
Unterdessen zeichneten die US-Wirtschaftsdaten ein gemischtes Bild. ADP-Daten vom Mittwoch zeigten, dass die Beschäftigung im privaten Sektor der USA im Juli nur um 44K Stellen zunahm, nach 98K im Juni und damit unter dem Marktkonsens von 70K. Auf der Dienstleistungsseite stieg der ISM Services PMI im Juli leicht auf 54,1 von 54,0 im Juni, blieb damit jedoch knapp unter der Prognose von 54,5. Anleger blicken nun auf den US-Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, der später am Donnerstag veröffentlicht werden soll.
Der Ton des USD wird weicher, da ein enger Arbeitsmarkt als weniger inflationär angesehen wird
Strategen bei Scotiabank beobachten, dass die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten weiterhin darauf hindeuten, dass ein "Arbeitsmarkt [ist], der angespannt ist, aber derzeit nicht unbedingt den Inflationsdruck erhöht"—eine Kombination, die sie als "vielleicht leicht negativ für den USD" beschreiben. Ihrer Ansicht nach dämpft das Fehlen klarer lohngetriebener Inflationssignale die Unterstützung für den Dollar und verstärkt die weichere Tendenz, die sich nach dem jüngsten vom FOMC ausgelösten Ausverkauf herausgebildet hat.
Die Strategen stellen zudem fest, dass der "USD insgesamt in ruhigem Handel stabil bis leicht schwächer ist, da die Märkte eine Reihe von Impulsen für FX abwägen", wobei Anleger geopolitische Sorgen, Rohstoffbewegungen und bevorstehende US-Datenveröffentlichungen vorsichtig gegeneinander abwägen.
Technische Analyse: AUD/USD könnte Vierjahreshochs anvisieren, da die bullische Tendenz vorherrscht
Auf dem Tages-Chart behält AUD/USD einen konstruktiven bullischen Ton bei, da der Kassakurs über dem neunperiodigen und dem 50-periodigen Exponential Moving Average (EMA) bleibt. Der kurzfristige EMA, der über dem längerfristigen liegt und unter dem Kurs verläuft, deutet auf eine unterstützende Trendstruktur hin, während der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) bei rund 60 auf ein festes, aber noch nicht überkauftes Momentum hindeutet und damit Raum für weitere Gewinne in Richtung 0,7277 lässt, dem höchsten Stand seit Juni 2022, der am 6. Mai erreicht wurde, solange das Paar seine aktuelle Position oberhalb der gleitenden Durchschnitte verteidigt.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim neunperiodigen EMA nahe 0,7023, gefolgt vom 50-periodigen EMA bei 0,7010, während sich die tiefere Nachfrage um die horizontalen Niveaus bei 0,6833 und 0,6400 konzentriert. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei der horizontalen Barriere von 0,7278, und ein täglicher Schlusskurs über dieser Marke würde die bullische Tendenz untermauern und den Weg für eine deutlichere Fortsetzung des aktuellen Anstiegs öffnen.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
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