- AUD/USD stürzt um über 0,6% auf fast 0,6985 ab, bedingt durch steigende Ölpreise im Zuge der Konflikte mit dem Iran.
- Mehrere iranische Öldepots wurden am Wochenende von den USA und Israel angegriffen.
- US-Präsident Trump sagte, dass die steigenden Ölpreise ein sehr kleiner Preis sind, um die nukleare Bedrohung durch den Iran zu beseitigen.
Der australische Dollar (AUD) notiert während der asiatischen Handelszeit am Montag 0,65% niedriger bei etwa 0,6985 gegenüber dem US-Dollar (USD). Das Währungspaar AUD/USD sieht sich einem intensiven Verkaufsdruck ausgesetzt, da risikobehaftete Anlagen unter dem Druck steigender Ölpreise und dem eskalierenden Krieg im Nahen Osten leiden, der die Vereinigten Staaten (US), Israel und den Iran betrifft.
Die S&P 500-Futures sind im Eröffnungshandel um über 2% gefallen, was auf eine trübe Marktstimmung hinweist. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, steigt um über 0,7% auf etwa 99,60 und erreicht damit ein Drei-Monats-Hoch.
Der WTI-Ölpreis steigt im asiatischen Handel um über 25% auf über 110,00 USD, nachdem mehrere iranische Öldepots über Nacht in einer gemeinsamen Operation der USA und Israels angegriffen wurden, berichtete die BBC.
Steigende Ölpreise sind ein ungünstiges Szenario für riskantere Währungen, da höhere Energiepreise zu einem höheren Abfluss ausländischer Mittel aus den Volkswirtschaften führen.
In Bezug auf die steigenden Ölpreise hat US-Präsident Donald Trump in einem Beitrag auf Truth.Social erklärt, dass es ein "sehr kleiner Preis" sei, um sich gegen den Iran abzusichern, der nukleare Anlagen bauen könnte, die größere Konsequenzen haben könnten.
In den USA werden die Anleger auf die Daten des US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Februar achten, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Die Auswirkungen der Inflation im Februar würden begrenzt sein, da sie nicht den Einfluss der steigenden Ölpreise im Zuge des Krieges im Nahen Osten berücksichtigen würde.
Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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