Ripple (XRP) zeigt sich am Mittwoch weiter schwach, während Anleger mit Vorsicht auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed warten. Die Marktteilnehmer haben den Zinsentscheid des Offenmarktausschusses FOMC vollständig eingepreist und rechnen nahezu einstimmig mit unveränderten Leitzinsen. Krypto-Händler richten ihren Blick jedoch vor allem auf die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh nach der Sitzung. Angesichts der auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegenen Inflation reagieren die Märkte besonders sensibel auf Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs.
Die USA und Iran dürften am Freitag eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnen, die die Grundlage für ein Friedensabkommen zur Beendigung des Kriegs im Nahen Osten bildet.
Die Wiederöffnung der Straße von Hormus und die Aufhebung der Blockade iranischer Häfen gelten als erste konkrete Ergebnisse der Vereinbarung. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sowie über Sanktionen sollen am Freitag beginnen und auf einer zunächst auf 60 Tage angelegten Friedensregelung aufbauen.
Die Kurse von Kryptowährungen zeigen sich deutlich schwächer und geben einen Teil ihrer Gewinne vom Wochenbeginn wieder ab, während Anleger zwischen makroökonomischen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen navigieren. XRP notiert beispielsweise unter dem Widerstand bei 1,20 US-Dollar und bleibt anfällig für weitere Verluste.
Ripple baut Präsenz im Stablecoin-Markt Afrikas aus
Ripple hat eine strategische Beteiligung an der Series-E-Finanzierungsrunde von Flutterwave angekündigt. Ziel ist die Integration des an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins RLUSD in die Zahlungsinfrastruktur des Unternehmens.
Flutterwave zählt zu den führenden Anbietern blockchainbasierter Unternehmenslösungen für traditionelle und digitale Finanzdienstleistungen in Afrika. Die Partnerschaft soll die Bemühungen des in Nigeria ansässigen Unternehmens stärken, Stablecoin-Zahlungen auf dem Kontinent mithilfe institutioneller Lösungen und zusätzlicher Liquidität voranzutreiben.
„Unsere Investition wird RLUSD innerhalb dieser Infrastruktur etablieren. Flutterwave wird Stablecoin-Transaktionen über das XRPL-Netzwerk vorantreiben und dessen Rolle als Abwicklungsebene für reale Zahlungsströme auf dem gesamten Kontinent weiter stärken“, erklärte Reece Merrick, Managing Director für den Nahen Osten und Afrika bei Ripple.
RLUSD ist ein für institutionelle Anleger konzipierter Stablecoin, der von Ripple über die Tochtergesellschaft Standard Custody & Trust Company ausgegeben wird. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Damit belegt RLUSD unter den Stablecoins derzeit Rang zehn.
Charttechnik: XRP bleibt anfällig für weitere Kursverluste
XRP notiert unterhalb von 1,20 US-Dollar und behält damit kurzfristig einen negativen Trend bei. Der Token bewegt sich zudem deutlich unter den exponentiell gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Handelstage. Diese verlaufen derzeit in einer Spanne zwischen etwa 1,28 und 1,58 US-Dollar und bilden eine übergeordnete Widerstandszone. Zwar ist das Histogramm des Indikators MACD im Tageschart wieder ins Plus gedreht, die übergeordnete Marktstruktur bleibt jedoch belastet.

XRP/USDT-Tageschart
Ein erster Widerstand liegt am 50-Tage-Durchschnitt bei rund 1,28 US-Dollar. Darüber folgen der 100-Tage-Durchschnitt bei etwa 1,37 US-Dollar sowie der 200-Tage-Durchschnitt nahe 1,58 US-Dollar, der die mittelfristige Obergrenze zusätzlich verstärkt. Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung am jüngsten Parabolic-SAR-Signal bei 1,07 US-Dollar. Ein Tagesschlusskurs unter dieser Marke könnte den Weg für weitere Verluste ebnen – trotz einer leichten Verbesserung der Kapitalzuflüsse, die sich im Money Flow Index (MFI) zeigt, der derzeit im unteren 40-Punkte-Bereich verharrt.
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