Virtuals Protocol (VIRTUAL) ist am Montag unter die Marke von 1,50 US-Dollar gefallen, nachdem die Bullen Schwierigkeiten hatten, den kräftigen Kursanstieg von rund 20 Prozent in den vergangenen 24 Stunden zu halten, wie Daten von CoinGecko zeigen.
Virtuals gibt nach – trotz wachsender Privatanleger-Nachfrage
Der Token notiert weiterhin auf dem höchsten Stand seit Mitte August, gestützt durch eine deutlich gestiegene Nachfrage seitens der Kleinanleger. Laut CoinGlass-Daten ist das offene Interesse (Open Interest, OI) an VIRTUAL-Futures auf etwa 190 Millionen US-Dollar gestiegen – der höchste Wert seit Anfang August.
Der Anstieg fiel in ein allgemein positives Handelswochenende, an dem Bitcoin (BTC) über die Marke von 115.000 US-Dollar kletterte. Auch Altcoins wie Ethereum (ETH) und Ripple (XRP) setzten ihre Erholung fort – ein Zeichen für eine zunehmende Risikobereitschaft der Anleger, während der Optimismus des „Uptober“ zurückkehrt.
Das Open Interest beschreibt den Gesamtwert offener Futures-Kontrakte. Ein steigendes OI zeigt ein wachsendes Händlerinteresse. Mit anderen Worten: Anleger trauen dem Token kurzfristig eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung zu.

Der Trend hin zu höherem Risiko zeigt sich auch in der OI-gewichteten Finanzierungsrate, die am Montag ins Positive drehte und im Schnitt 0,0049 Prozent erreichte – nach minus 0,0631 Prozent am Sonntag und minus 0,2483 Prozent am 11. Oktober.
Ein anhaltender Anstieg dieser Kennzahl deutet darauf hin, dass Trader wieder Vertrauen fassen, verstärkt Long-Positionen eingehen und damit die kurzfristig positive Markteinschätzung für den Token untermauern.

Technischer Ausblick: Kann VIRTUAL den Aufwärtstrend fortsetzen?
Nach vier Tagen stetiger Kursgewinne zeigt sich am Montag eine Korrektur. Der Token notiert bei rund 1,45 US-Dollar und liegt damit etwa 3,5 Prozent im Minus, was auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen ist.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) fällt auf 70 Punkte im Tageschart und signalisiert ein nachlassendes Aufwärtsmomentum. Sinkt der RSI weiter in Richtung Mittellinie, könnte dies auf eine längere Konsolidierungsphase hindeuten.
Trader sollten die exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMA) im Blick behalten: den 200-Tage-EMA bei 1,25 US-Dollar, den 100-Tage-EMA bei 1,16 US-Dollar und den 50-Tage-EMA bei 1,05 US-Dollar. Diese Marken könnten bei einer fortgesetzten Korrektur als Unterstützung dienen.
Der MACD-Indikator im Tageschart hält seit Freitag ein Kaufsignal aufrecht. Bleibt die blaue Linie über der roten Signallinie, dürfte die bullische Haltung am Markt bestehen bleiben. Ein Tagesschlusskurs über 1,50 US-Dollar würde das kurzfristig positive Szenario bestätigen und die Chancen auf einen Ausbruch in Richtung 2,00 US-Dollar erhöhen.
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