Bitcoin (BTC) hat zusammen mit den meisten großen Kryptowährungen am Dienstag um rund fünf Prozent zugelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit Politico Aussagen zur Geldpolitik gemacht hatte. Der Präsident erklärte demnach, der nächste Vorsitzende der Federal Reserve (Fed) werde die Zinsen „unmittelbar senken“ sollen.

Trump will in den kommenden Tagen den neuen Fed-Chef bekannt geben. Als Favorit gilt auf den Prognoseplattformen Polymarket und Kalshi der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett. Bei einer Podiumsdiskussion am WSJ Leadership Institute erklärte Hassett am Dienstag: „Es gibt reichlich Spielraum für Zinssenkungen.“

Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) dürfte auf seiner Sitzung am Mittwoch die Leitzinsen um 25 Basispunkte senken. Marktbeobachter sprechen allerdings von einer „restriktiven“ Zinssenkung und erwarten, dass die Fed im Januar zunächst abwartet. Hintergrund sind verzögerte Konjunkturdaten infolge des Regierungsstillstands der vergangenen Monate.

Trumps Aussagen lösen Short-Liquidationen aus

Die jüngsten Äußerungen des Präsidenten sorgten zudem im Vorfeld der Zinsentscheidung für Auftrieb an den Märkten. Nach Daten von Coinglass wurden allein in den vergangenen vier Stunden Short-Positionen im Volumen von mehr als 263 Millionen US-Dollar liquidiert.

Bitcoin stieg erstmals seit dem 17. November wieder über die Marke von 94.000 US-Dollar und näherte sich zeitweise der Schwelle von 95.000 Dollar. Der Kursanstieg griff auf den gesamten Kryptomarkt über, nahezu alle der 100 größten digitalen tokens notierten im Plus.

Auch andere große Kryptowährungen legten zu: Ethereum (ETH) gewann rund acht Prozent, XRP vier Prozent, BNB drei Prozent und Solana (SOL) sechs Prozent.


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