Ein einziger Tweet von US-Präsident Donald Trump hat gereicht, um die Finanzmärkte weltweit in Panik zu stürzen. Die Ankündigung einer 100-prozentigen Zollstrafe auf chinesische Importe löste innerhalb weniger Stunden eine historische Abverkaufswelle aus. Fast 900 Milliarden US-Dollar an Krypto-Marktkapitalisierung wurden vernichtet – und XRP gehörte zu den größten Verlierern.
Der Kurs der Kryptowährung brach durch mehrere zentrale Chartmarken, als Investoren in Scharen ihre Positionen auflösten. Auf den Tages- und 4-Stunden-Charts zeigte sich ein klares Bild: Der Markt ist angeschlagen, überverkauft – und dennoch brandgefährlich für voreilige Optimisten.

XRP fällt tiefer als erwartet – und kämpft jetzt um die Trendwende
Von der Widerstandszone bei 3,0 bis 3,1 US-Dollar aus rutschte XRP abrupt unter das symmetrische Dreieck, das sich seit Juli aufgebaut hatte. Der Bruch der fallenden Trendlinie fiel exakt mit der globalen Panikwelle zusammen – das Ergebnis: ein Absturz auf 1,20 US-Dollar, ein Minus von 55 % in kürzester Zeit.
Erst im Bereich um 2,40 US-Dollar zeichnete sich eine erste Stabilisierung ab. Doch noch ist das kein Grund zur Entwarnung. Die Volatilität bleibt extrem hoch, und jeder neue makropolitische Impuls – ob aus Washington oder Peking – könnte die nächste Verkaufswelle auslösen.
Trotz Crash: Die bullische Struktur lebt – noch
Technisch betrachtet ist das große Bild noch nicht zerstört. Solange XRP oberhalb der grünen Aufwärtstrendlinie notiert, die die höheren Tiefs aus 2025 verbindet, bleibt die langfristige Struktur bullisch. Ein Rebound aus dieser Zone könnte die Voraussetzung für ein neues höheres Tief schaffen – und damit für den nächsten Aufwärtsimpuls.
Doch die Nerven der Anleger liegen blank. Die Märkte sind hypersensibel – und Trump weiß, wie man sie bewegt.
Kann XRP das Blatt wenden? Hoffnung liegt auf einem ETF-Katalysator
Trotz der aktuellen Schwäche hat XRP noch eine Trumpfkarte: die Aussicht auf XRP-Spot-ETFs in den USA. Laut den Prognosen auf Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zulassung im Jahr 2025 bei satten 99 %. In der Community herrscht Aufbruchstimmung – doch die Euphorie birgt auch Risiken.
Denn derzeit steht in Washington alles still: Der US-Government Shutdown bremst Behörden wie die SEC, die über eine ETF-Freigabe entscheiden müssten. Und wenn der Markt bereits auf eine fast sichere Zulassung wettet, stellt sich die Frage: Ist das Potenzial nicht längst eingepreist?
Die eigentliche Wahrheit wird sich erst zeigen, wenn die Gelder tatsächlich fließen – oder eben nicht. Sollte der ETF starten und Anleger in großem Stil XRP-Anteile kaufen, wäre eine starke Aufwärtsbewegung fast unausweichlich. Bleiben sie jedoch an der Seitenlinie, könnte der gegenteilige Effekt eintreten.
Was die Daten jetzt verraten
Interessant: Bereits die in den USA gestarteten regulierten XRP-Produkte verzeichneten in den vergangenen Monaten beachtliche Zuflüsse. Das zeigt, dass echtes institutionelles Interesse vorhanden ist – und dass Ripple möglicherweise an der Schwelle zu einem Comeback steht.
Fazit: Zwischen Angst und Euphorie – XRP steht an einem historischen Wendepunkt
Trumps Zoll-Schock hat die Kryptomärkte erschüttert und XRP massiv unter Druck gesetzt. Doch gerade jetzt entscheidet sich, ob der Coin langfristig gestärkt aus der Krise hervorgeht.
Die entscheidende Zone liegt bei 2,4 US-Dollar – fällt sie, droht ein weiterer Ausverkauf. Hält sie, könnte XRP zur größten Comeback-Story des Jahres 2025 werden. Der ETF-Faktor könnte alles verändern – oder alles zerstören.
Eines ist sicher: Diese Marke steht im Fokus der gesamten Krypto-Welt.
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