Das auf Bitcoin-Treasury-Management und Finanzanalysen spezialisierte Unternehmen Strategy hat seine Bestände nach einer weiteren Woche kontinuierlicher Zukäufe erneut ausgebaut.
Wie aus einer am Montag veröffentlichten Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, erwarb das Unternehmen zwischen dem 8. und 14. Dezember insgesamt 10.645 Bitcoin für rund 980,3 Millionen US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 92.098 US-Dollar je Bitcoin.
Damit tätigte Strategy bereits die zweite Woche in Folge einen Bitcoin-Kauf im Umfang von nahezu einer Milliarde US-Dollar, nachdem in der Vorwoche 10.624 Bitcoin für 963 Millionen US-Dollar übernommen worden waren.
Das in Virginia ansässige Unternehmen hält damit nun insgesamt 671.268 Bitcoin. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 50,33 Milliarden US-Dollar, was einem durchschnittlichen Einstiegspreis von 74.972 US-Dollar je Bitcoin entspricht.
Finanziert wurde der jüngste Zukauf überwiegend durch Aktienverkäufe. Strategy nahm 888,2 Millionen US-Dollar durch den Verkauf seiner Stammaktien der Klasse A (MSTR) ein sowie weitere 101 Millionen US-Dollar über die Emission unbefristeter Vorzugsaktien der Serien STRK, STRF und STRD.
Die beiden jüngsten Transaktionen deuten auf eine Rückkehr zu einer aggressiveren Akkumulationsstrategie hin, nachdem die Kaufaktivitäten in den vergangenen Monaten deutlich nachgelassen hatten. Das Tempo der Bitcoin-Käufe war von 18,3 Prozent im ersten Quartal über 13,1 Prozent im zweiten Quartal auf 7,1 Prozent im dritten Quartal gesunken, bevor es im vierten Quartal wieder anzog.
MSTR-Aktie schwach – Sorge vor möglichem MSCI-Ausschluss
Trotz der umfangreichen Bitcoin-Zukäufe geriet die Aktie von Strategy unter Druck. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Kurs am Montag rund sechs Prozent im Minus und weitete damit den Rückgang seit Jahresbeginn auf 44 Prozent aus.
Die schwächere Entwicklung im Vergleich zum Bitcoin, der im gleichen Zeitraum um sechs Prozent nachgab, hat dazu geführt, dass sich der Großteil des zuvor bestehenden Kursaufschlags der Aktie gegenüber dem Nettoinventarwert weitgehend aufgelöst hat.
Neben der allgemeinen Marktschwankung sieht sich Strategy jedoch mit weiterem Gegenwind konfrontiert. Zwar behauptete das Unternehmen nach der turnusmäßigen Neugewichtung am 12. Dezember seinen Platz im Nasdaq-100-Index, doch droht ein größeres Risiko durch den Indexanbieter MSCI. Dieser berät derzeit über einen Vorschlag, Unternehmen aus seinen Indizes auszuschließen, deren Bestände an digitalen Vermögenswerten mehr als 50 Prozent der Gesamtaktiva ausmachen. Eine endgültige Entscheidung wird für den 15. Januar 2026 erwartet.
In einem zwölfseitigen Schreiben an MSCI hatte sich Strategy in der vergangenen Woche gegen den Vorschlag ausgesprochen. Ein möglicher Ausschluss von Krypto-Treasury-Unternehmen aus den Indizes würde nach Ansicht des Unternehmens die krypto-freundliche Haltung der Regierung von Präsident Donald Trump untergraben und „die nationale Sicherheit schädigen“.
Analysten von JPMorgan schätzen, dass ein möglicher Ausschluss von Strategy aus den MSCI-Indizes Kapitalabflüsse von bis zu 8,8 Milliarden US-Dollar auslösen könnte, sollten andere Indexanbieter diesem Schritt folgen.
Der Bitcoin notierte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nahe der Marke von 86.000 US-Dollar und verzeichnete auf Wochensicht ein Minus von 3,5 Prozent.
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